NSG Großer Berg/Hellberg

Die Stollen und Höhlen im Naturschutzgebiet stammen aus einem kleinflächigen Kohleabbau und dienen heute verschiedenen Fledermausarten als Winterquartier.
Braunes Langohr im FlugGroßbildansicht

Fledermäuse benötigen im Winter ein Quartier, das frostfrei und ruhig ist und eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Dort überdauern die Tiere dicht gedrängt die kalte Jahreszeit und fahren dabei ihre Körperfunktionen auf ein Minimum zurück. Passende Höhlen und Stollen, die von Tieren verschiedener Arten genutzt werden, finden sie zum Beispiel im Naturschutzgebiet Großer Berg/Hellberg.

Aber auch oberirdisch finden sich in den Buchenwäldern selten gewordene Besonderheiten: Elsbeeren. Dieser Wildobstbaum war früher wegen seines Holzes und seiner Früchte begehrt, heute kommt er in unseren Wäldern nur noch selten vor und wird in den Naturschutzgebieten des Teutoburger Waldes gezielt wieder angepflanzt. Die Elsbeere ist der Baum des Jahres 2011.

Das Naturschutzgebiet ist als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Östlicher Teutoburger Wald" Teil des europäischen Schutzgebietssystems. Die Waldbereiche trocken-warmer Standorte sind zudem großflächig gesetzlich geschützte Biotope.


Steckbrief NSG Großer Berg/Hellberg:

Lage: in Halle, nordöstlich von Künsebeck

Größe: 66,5 ha

Kennzeichen: Waldmeister-Buchenwald trocken-warmer Standorte, Höhlen und Stollen

Unterschutzstellung: 30. Juni 1999

Informationen für Besucher: Infotafeln und markierte Wanderwege im Gebiet, Teil des Naturparks TERRA vita

Ansprechpartner:
Untere Naturschutzbehörde des Kreises Gütersloh, Annette Pagenkemper: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, Tel.: 05241/85-2717