Migrantenorganisationen in der Pandemiezeit


Auch Migrantenorganisationen (MOs) müssen in diesen pandemischen Zeiten ihre Türen schließen. Das bürgerschaftliche Engagement kam nicht zum Erliegen, aber wurde engeschränkt. Viele Menschen mit internationaler Familiengeschichte haben für eine lange Zeit ihren Begegnungsort verloren. Trotz der aktuellen Situation bleiben die Migrantenorganisationen im Kreis weiter sehr aktiv und bleiben ganz wichtige Akteure der Integrationsarbeit.

(v.l.) Cemil Sahinöz (Integrationsagentur DRK und Brückenbauer), Laura Fortkord (Abteilung Gesundheit des Kreises), Dr. Norbert Kreutzmann (Leiter Bildungsbüro), Dr. Michael Hanraths (ärztlicher Leiter Impfzentrum), Seyfullah Korkmaz (Imam), Arif Sönmez (Brückenbauer und im Vorstand des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Rheda-Wiedenbrück) und Zübeyde Davulcu (stellvertretende Vereinsvorsitzende des Türkischen-Islamischen Kulturvereins) bei der ersten Präsenzveranstaltung des Projektes ‚Brückenbauer‘. (Foto: Kreis Gütersloh) 


Im Rahmen des Pandemieprojektes der Brückenbauer*innen der Abteilung Gesundheit und des Kommunalen Integrationszentrums beteiligen sich verschiedene Vertreter*innen von Migrantenvereinen bei der Corona-Aufklärung intensiv. Sie stellen der Kreisverwaltung ihr breites Kontaktnetz zur Verfügung und nahmen regelmäßig an den Austauschrunden teil. Dieses war möglich, da seit 2016 das Kommunale Integrationszentrum eine enge Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerkes der Migrantenorganisationen aufgebaut hat.

Tag der offenen Moschee Islamische Gemeinde Millî Görüs, Foto: Selami Köseoglu

Auch mit der Unterstützung des Netzwerkes war es möglich, dass die Portugiesische Vereinigung Gütersloh e.V. am 25. September 2021 sein 50-jähriges Bestehen feiern konnte. Der Verein wurde am 1. September 1971 gegründet und ist der älteste Migrantenverein im Kreis Gütersloh. Im gesamten Kreis existieren ca. 80 Migrantenorganisationen, die in den folgenden Jahren bis heute ins Leben gerufen wurden. In den letzten Jahren sind vor allem neue Vereine der Rumänen und der Bulgaren aufgebaut worden. Der rumänische Verein Fii Responsabil Kreis Gütersloh e.V. mit Sitz in Harsewinkel und die Schepa Bulgaria e.V. mit Sitz in Gütersloh sind gute Beispiele dafür.

Am 03. Oktober 2021 hat die Islamische Gemeinde Millî Görüs zum Tag der offenen Moschee (TOM) nach Rheda-Wiedenbrück eingeladen. Der TOM, wie er kurz genannt wird, wurde 1997 ins Leben gerufen. Seitdem findet er jedes Jahr am Tag der deutschen Wiedervereinigung ohne Unterbrechung statt. Er ist zum Sinnbild der offenen Moschee geworden. „Die Migrantenorganisationen im Kreis Gütersloh sind in der Pandemiezeit wichtige Ansprechpartner, um Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu erreichen. Sie sind und waren in der Weitergabe von wichtigen Informationen unverzichtbar“, so Nelson Rodrigues vom Kommunalen Integrationszentrum. Ihre Bedeutung und Schlüsselrolle werden in Krisenzeiten sehr deutlich.

Weitere Informationen zum Netzwerk der Migrantenorganisationen finden Sie hier:


Netzwerk Migrantenorganisationen

 

Ansprechpartner:

Nelson Rodrigues

Kommunales Integrationszentrum Kreis Gütersloh

Tel.: 05241 / 85-1543, E-Mail: n.rodrigues@kreis-guetersloh.de