Informationen des Gesundheitsamtes zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)

                                                                                                                                                                                                                                          Überprüfung der Informationen: 23.03.2020

Corona-Virus

Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland steigt – auch bei uns im Kreis Gütersloh steigt die Anzahl bestätigter Fälle.

Oberstes Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Insbesondere geht es um den Schutz der älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, bei denen Infektionen einen schwereren Verlauf haben können.

 Informationen zu Verhaltensmaßnahmen finden Sie hier.


Übertragungswege

Die Virusübertragung findet von Mensch zu Mensch statt. Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. So ist ein direkter Kontakt mit einer virusinfizierten Person erforderlich, wie Anhusten, Anniesen, Händeschütteln oder Küssen, um als gesunder Mensch angesteckt werden zu können.
Die Viren gelangen an die Schleimhäute der Atemwege bzw. über die Hände an die Augen (und da über die Bindehaut in den Körper).
Eine Übertragung durch eine sogenannte Schmierinfektion über die Hände spielt vermutlich nur eine untergeordnete Rolle.

Die Übertragung über Gegenstände
Die Stabilität von Coronaviren außerhalb des menschlichen Organismus hängt von vielen Faktoren ab (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Oberflächenart, Virusmenge). Im Allgemeinen sind diese Viren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen.
Für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zeigen erste Untersuchungen, dass es nach starker Kontamination bis zu 3 Stunden als Aerosol (in der Luft verteilt), bis zu
4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2-3 Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann.  (BfR, FAQ, Stand 22.03.2020)

Inaktivierung durch Spülmittel: Wenngleich für SARS-CoV-2 noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass diese Viren von fettlösenden Substanzen wie Alkohole oder Tenside (Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln) beschädigt und inaktiviert werden. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.

Es ist unwahrscheinlich, dass importiere Waren Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus sein können.

Nach derzeitigen Erkenntnissen sind  Haustiere wie Hunden und Katzen weder als Überträger noch als Empfänger relevant (Weitere Informationen:  Friedrich-Loeffler-Institut).

Infektionen werden hauptsächlich von Personen übertragen, die Krankheitssymptome zeigen. Jedoch sind auch Menschen bereits in der Inkubationszeit ansteckend.


Wie lang dauert es vom ansteckenden Kontakt bis zum Ausbruch der Erkrankung?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung ein bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Unklar ist, ab wann exakt und wie lange eine infizierte Person ansteckend ist.


Krankheitszeichen / Symptome 

Die Krankheitszeichen sind unspezifisch und zeigen sich auch bei grippalen Infekten oder bei der Virus-Grippe / Influenza:

  • Fieber
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Muskel-/Gelenkschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Verstopfte Nase
  • Durchfall

(Liste in Reihenfolge der Häufigkeit)


Krankheitsverlauf

Nach bisherigen Erkenntnissen des RKI (Robert-Koch-Institut) werden keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf gemacht.
Es treten starke Variationen auf, von symptomlos bis zu schweren Lungenentzündungen, Lungenversagen und Tod:

  • rund 80 % der Erkrankungen verlaufen milde bis moderat
  • 14 % der Erkrankungen verlaufen schwer, aber nicht lebensbedrohlich
  • 6 %  der Erkrankungen verlaufen kritisch bis lebensbedrohlich

Risikogruppen

Bedingt durch ein weniger gut reagierendes Immunsystem haben folgende Personen ein erhöhtes Risiko, bei einer Infektion (z.B. mit dem Corona-Virus) einen schweren Krankheitsverlauf zu haben:

  • ältere Personen (steigendes Risiko ab etwa 50–60 Jahren)
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen
  • Raucher

 Kinder und gesunde Schwangere scheinen nach bisherigen Erkenntnissen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf zu haben.


Verhaltensregeln zum Schutz vor Ansteckung

Jeder kann dazu beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen, indem er sich an folgende Empfehlungen hält:

  • Husten oder Niesen
    - (Einmal-)Taschentücher verwenden (diese in einen verschlossenen Mülleimer entsorgen). Dann: Hände waschen!
    - bzw. die Ellenbeuge benutzen – nicht die Hand!
  • Keine Hände schütteln
  • Häufiger Hände waschen:
    z.B. vor und nach der Toilette, vor dem Essen, nach dem Einkauf oder dem Händeschütteln (besser meiden)
    - gründlich mit Seife mind. 20-30 Sek. waschen.
  • sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.
  • Abstand halten (insbesondere zu Erkrankten): ca. 1 bis 2 Meter
  • Reinigung von Türklinken, Oberflächen und Bad mit normalen Haushaltsreinigern. Desinfektionsmittel sind im privaten Umfeld nicht notwendig.

Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, sollten wenn möglich zu Hause bleiben.

Ein Plakat der Hygienemaßnahmen in Deutsch und in anderen Sprachen finden Sie hier:


Imfungen

Anders als bei der Influenza steht aktuell noch kein Impfstoff zur Verfügung.


Was tun Sie, wenn…


Haben Sie Krankheitssymptome
(s.o.) einer Virus-Infektion?

Wenden Sie sich unverzüglich telefonisch an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Weisen Sie in dem Gespräch auf Ihre Symptome hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen, bevor Sie sich in eine Arztpraxis begeben. Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel.
Ob ein Labortest zur Abklärung einer Infektion  mit dem Corona-Virus notwendig ist, ist eine ärztliche Entscheidung!

Hatten Sie einen direkten/persönlichen Kontakt zu einer Person, bei der das Corona­-Virus im Labor nachgewiesen wurde?

Wenden Sie sich unverzüglich – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – telefonisch an ihr Gesundheitsamt (Hotline).

 

Haben Sie sich in einem ausgewie­senen internationalen Risikogebiet bzw. einem in Deutschland besonders betroffenen Gebiet aufgehalten?

(hier sehen Sie, welches Risikogebiete sind: Robert-Koch-Institut)
Meiden Sie  unnötige Kontakte – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause. Beachten Sie alle Verhaltensregeln (s.o.) und melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Gesundheitsamt (Hotline).
Beim Auftreten von Krankheitszeichen sollten Sie die Husten- und Niesregeln, sowie die Händehygiene beachten und sich - mit Hinweis auf die Reise - telefonisch bei einem Arzt voranmelden.

 

Sind Sie Reisende/r aus einer Region, in der Fälle der Corona-Infektion vorkommen, die aber keine internationa­len Risikogebiete bzw. in Deutschland besonders betroffene Gebiete sind?

Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rück­reise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie zunächst eine Ärztin oder einen Arzt telefonisch kontaktieren. Weisen Sie in dem Gespräch auf Ihre Reise hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen, bevor Sie sich in eine Arztpraxis begeben. Meiden Sie unnötige Kontakte, bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause und beachten Sie die Verhaltensregeln zum Schutz.

 

Für alle weiteren Personen gilt:

Bewahren Sie Besonnenheit und halten Sie sich an die Verhaltensregeln zu Ihrem und zum Schutz vor Ansteckung für andere Personen.


Hotline

Info-Hotline


Für Bürgerinnen und Bürger        
Mo - Fr   8 -17 Uhr        Tel. 05241 / 85-4500 (Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh)
               ab 17 Uhr        Tel. 116117 (Kassenärztlichen Bundesvereinigung)


Für Institutionen, wie Praxen, Firmen, Kitas, Schulen etc.:       
Mo - Fr   8 -17 Uhr        Tel. 05241 / 85-1700 (Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh)


Weitere Informationen

Robert-Koch-Institut (RKI):  Einrichtung der Bundesregierung zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung in Deutschland.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

 Auswärtiges Amt

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Kompetenzzentrum selbstbestimmtes Leben (Regierungsbezirk Detmold)

Pressestelle des Kreises Gütersloh

 

Informationen für Ärztinnen und Ärzte

Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe:

Orientierungshilfe zur Verdachtsabklärung und für Maßnahmen des RKI:

Arztmeldeformular für die Meldung nach dem Infektionsschutzgesetz:

>  Meldeformular

Hygiene-Empfehlungen des RKI:


Quelle: Robert-Koch-Institut (www.rki.de), Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (www.infektionsschutz.de)

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