Trinkwasser-Tipps für den Verbraucher

Zwar wird der größte Teil der Haushalte im Kreis Gütersloh über das öffentliche Trinkwassernetz mit Trinkwasser versorgt, aber viele Haushalte nutzen noch das Wasser ihres Hausbrunnens für Trinkwasserzwecke. Je nach den örtlichen Gegebenheiten kann eine Reihe von Schadstoffen das Wasser aus den Hausbrunnen belasten:

vier Elemente

 

 

 

 

 

Trinkwasser kann bakteriologisch belastet sein, wenn

 

  • der Brunnen in schlechtem Zustand ist und Oberflächenwasser eindringen kann,
  • sich in der Nähe des Brunnens Gefährdungsquellen wie undichte Jauchegruben, undichte Abwasserleitungen/- kanäle, Misthaufen etc. befinden,
  • das Wasser mehrere Tagen in den Leitungen steht,
  • Wasseraufbereitungsanlagen ungenügend gewartet werden.

 

Trinkwasser kann chemisch belastet sein durch:

  • Nitrat: Es gelangt durch Überdüngung und/oder Düngung zum falschen Zeitpunkt in das Grundwasser und damit ins Trinkwasser.
  • Aluminium: Es kann besonders bei einem Wasser mit niedrigem pH-Wert aus dem Boden ausgelöst werden.
  • Schwermetalle: Sie lösen sich insbesondere bei niedrigen pH-Wert aus kupfer-, zink- oder bleihaltigen Hausinstallationen (z.B. aus Rohren, Armaturen, Behältern)
  • Lösungsmittel aus der häuslichen und gewerblichen Anwendung

 

Damit einwandfreies Trinkwasser aus Ihrem Hausbrunnen kommt, sollten Sie folgende Tipps und Hinweise beachten:

  • Lassen Sie das Wasser durch ein staatlich anerkanntes Institut regelmäßig untersuchen (Sie sind als Betreiber eines Hausbrunnens dazu verpflichtet).
  • Melden Sie der Abteilung Gesundheit ungewöhnliche Veränderungen des Wassers, sowie Vorkommnisse in der Umgebung des Brunnens, die negative Einflüsse auf das Brunnenwasser haben könnten.
  • Lassen Sie Wasseraufbereitungsanlagen regelmäßig überprüfen.
  • Entfernen Sie alle möglichen Verunreinigungsquellen (z. B. Misthaufen, Silagen, Komposthaufen) aus der Brunnennähe.
  • Errichten Sie ihren Brunnen nicht in der Nähe von Abwasseranlagen (z. B. Kleinkläranlagen, Jauchegruben). Düngen Sie in Brunnennähe möglichst nicht bzw. nur soviel, daß die Pflanzen den Dünger vollständig aufnehmen können.
  • Verwenden Sie keine chemischen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel

 

Eine Sanierung aufgrund eines schlechten Wasserbefundes ist folgendermaßen möglich:

 

  1. Durch einen Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz, wenn möglich;
  2. Erstellung eines neuen Bohrbrunnens (z.B. Tiefenbohrung, Bohrung an anderer Stelle);
  3. Einbau einer Wasseraufbereitungsanlage: Dieser Schritt sollte nur erfolgen, wenn die oben genannten Möglichkeiten aussscheiden.

Die sicherste Sanierungsmöglichkeit stellt der Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz dar, da dieses Wasser in vollem Umfang die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt. Das Wasser aus den öffentlichen Trinkwassergewinnungsanlagen wird regelmäßig und erheblich umfangreicher als das Wasser aus den Hausbrunnen untersucht!

Für weitere Fragen stehen ihnen die Mitarbeiter der Abteilung Gesundheit gerne zur Verfügung.

Bei Säuglingsernährung unbedingt beachten:
Unabhängig davon, ob Sie Trinkwasser aus ihrem Hausbrunnen oder dem öffentlichen Trinkwassernetz beziehen, ist es sinnvoll das Wasser für die Zubereitung von Speisen und Getränken nach längeren Stillstandzeiten ablaufen zu lassen (z.B. nach dem Stehen in der Nacht). Bei längerer Stagnation können sich aus dem häuslichen Verteilernetz Leitungsinhaltstoffe, wie Kupfer, Nickel, Zink und Blei im Wasser anreichern. Das so belastete Wasser kann insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern die Gesundheit beeinträchtigen (Leberschäden!). Daher ist das Ablaufenlassen hier besonders wichtig!


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