DAS BILDUNGS- UND TEILHABEPAKET (BuT)

Wichtiger Hinweis

Ab dem 01.08.2019 tritt das Starke-Familien-Gesetz mit wichtigen Änderungen in Kraft (u.a. Wegfall des Eigenanteiles beim Mittagessen, Erhöhung  Schulbedarfspaket und Teilhabebetrag). Die laufenden Zahlungen werden durch das Sachgebiet BuT derzeit unaufgefordert angepasst. Sie erhalten keine gesonderte Mitteilung zu diesen Änderungen. Bitte ändern Sie zum 01.08.2019 ggf. bestehende Daueraufträge.

Kind mit Schultüte

Auch für Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsenen aus Familien mit geringem Einkommen soll Mitmachen möglich sein. Dazu wurden die Bildungs- und Teilhabeleistungen geschaffen. Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre können zusätzlich zum monatlichen Regelbedarf diese sogenannte "Bedarfe für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellem Leben in der Gemeinschaft" erhalten.








Welche Leistungen gibt es für mein Kind?


  • Ausflüge und Klassenfahrten von der Schule, Kindertagesstätte (Kita) oder Tagespflege: Hier werden die tatsächlichen Kosten, z.B. für den Klassenausflug, Ausflug mit der Tagesmutter/dem Tagesvater, die Klassenfahrt oder auch Kursfahrt übernommen. Bitte lassen Sie sich die Kosten von der Schule mit der Anlage "Ausflug" bescheinigen. Übernommen werden die Kosten der Fahrt/ des Ausflugs, nicht jedoch z.B. das Taschengeld, Reiserücktrittsversicherung oder Kosten Ausrüstungsgegenstände wie Rucksäcke.
  • Schulbedarf: Sie erhalten zweimal pro Jahr einen Zuschuss für Schulbedarf, wie z.B. Hefte, Stifte, Taschenrechner und Schulranzen. 100 Euro werden am 1. August, 50 Euro werden am 1. Februar jeden Jahres ausgezahlt. Ab 2021 werden diese Beträge jährlich angepasst.
  • Schülerbeförderung: Sie erhalten die Fahrtkosten für Schüler, wenn die tatsächlichen Aufwendungen für Fahrten in die Schule und zurück nicht vollständig von Dritten – in der Regel dem Schulträger - übernommen werden. Bis zum 31.07.2019 ist ein Eigenanteil zu zahlen.
  • Angemessene Lernförderung: Ihr Kind kann auf Antrag Lernförderung erhalten, wenn bestehenden Förderangebote in der Schule bereits ausgeschöpft, oder nicht vorhanden sind. Voraussetzung für eine solche Lernförderung ist es, dass das Erreichen der nach den schulrechtlichen Bestimmungen festgelegten wesentlichen Lernziele gefährdet ist. Hierzu gehören in der Regel:                           
    • Versetzung in die nächste Klassenstufe (Nachweis: z. B. zwei Klassenarbeiten im laufenden Schulhalbjahr mit den Note "mangelhaft"; eine Klassenarbeit mit der Note "ungenügend", ein Hinweis auf dem Halbjahreszeugnis oder ein "blauer Brief" über die Versetzungsgefährdung)
    • In Abschlussklassen weiterführender Schulen das Erreichen des Schulabschlusses
    • Die Erreichung eines höheren Leistungsniveaus (z. B. in Gesamtschulen oder zur Erlangung des qualifizierenden Hauptschulabschlusses)
    • Die Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt

    Auch die Herstellung der Sprachfähigkeit, Lese-/Rechtschreibschwäche und Dyskalkulie, Erreichen einer besseren Schulformempfehlung, Schuleingangsphase, Förderschulen und Gesamtschulen, sowie die Erprobungsstufe kann in begründeten Einzelfällen eine Lernförderung rechtfertigen. Die Lernförderung kann in der Schule oder außerhalb der Schule stattfinden. Beachten Sie bitte, dass der Förderbedarf durch die Lehrer auf der Anlage zum Antrag "Lernförderung" bescheinigt werden muss und die Leistungen erst ab der Antragstellung übernommen werden können. Fragen zum Thema Lernförderung beantworten Ihnen gerne die Sachbearbeitung des Sachgebietes Bildung und Teilhabe unter der Telefon-Nr.: 05241 / 85 - 4469.
  • Mittagsverpflegung in Schule, Kita und Hort: Die Schule, die Kita oder der Hort Ihres Kindes bietet ein regelmäßiges, warmes Mittagessen an? Dann kann Ihr Kind dort mitessen und die Kosten werden über das Bildungs- und Teilhabepaket übernommen und direkt mit der jeweiligen Einrichtung abgerechnet. Bis zum 31.07.2019 ist von Ihnen ein Eigenanteil von 1,00 Euro je Mittagessen zu zahlen.
  • Leistungen für die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft: Sie können auch Unterstützung für Sport-, Spiel-, Kultur- oder Freizeitaktivitäten Ihres Kindes erhalten. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was es interessant findet und ausprobieren möchte. Fragen Sie Ihr Kind, ob es in einem bestimmten Verein Mitglied werden möchte. Beispielsweise werden für die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder den Musikschulunterricht für jedes Kind maximal 15,00 Euro monatlich beziehungsweise 180,00 Euro im Jahr übernommen. Ab Geburt haben Kinder einen Anspruch auf diese Leistungen. So können Väter und Mütter zum Beispiel auch mit ihren Kindern das Prager-Eltern-Kind-Programm (PEKIP), Babyschwimmen oder Babymassage wie auch kostenpflichtige Krabbel- und Spielgruppen von anerkannten Trägern besuchen.

Sie erhalten diese Leistungen entweder durch Gutscheine, Direktzahlung an den jeweiligen Anbieter oder durch Überweisung auf Ihr Konto. Grundsätzlich ist bei den meisten Leistungsarten aber die Direktzahlung an den Leistungsträger vorgesehen.

Teilen Sie uns einfach mit, dass Sie diese Leistungen in Anspruch nehmen möchten! Bitte nutzen Sie dafür die eingestellten Formulare für jedes Kind damit die für die Zahlung notwendigen Informationen vorliegen. Im Einzelfall werden weitere Nachweise benötigt (z.B. Schulbescheinigung, Anmeldung zum Mittagessen, „Anlage Klassenfahrt“, "Anlage Lernförderung“).

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Wer genau kann die Leistungen erhalten?

Anspruchsberechtigt sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die eine der folgenden Leistungen erhalten:

  • Arbeitslosengeld II,
  • Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz,
  • Wohngeld und zugleich Kindergeld,
  • Sozialhilfe,
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Die Leistungen für die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft können Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, das heißt bis einschließlich 17 Jahren, erhalten. Alle anderen Leistungen können Schüler bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, das heißt bis einschließlich 24 Jahren, beantragen, wenn sie eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen und keine Ausbildungsvergütung beziehen.

Sollten Sie beispielsweise noch kein Arbeitslosengeld II beziehen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen, um einen Anspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen zu begründen.

Die Leistungen verlängern sich nicht automatisch! Bitte teilen Sie bei der Antragstellung auf z.B. Arbeitslosengeld II mit, dass Sie das Bildungs- und Teilhabepaket weiterhin nutzen möchten und geben sie dazu das ausgefüllte Formular für Ihr Kind/Ihre Kinder ab.

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Wo kann ich die Leistungen erhalten?

Alle Anspruchsberechtigten, egal ob Kinderzuschlag-Empfänger, Wohngeldbezieher, Berechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, SGB II- oder SGB XII-Leistungsbezieher, können sich an die zuständigen Sachbearbeiter im Jobcenter Kreis Gütersloh, Sachgebiet Bildung und Teilhabe unter der Telefonnummer 05241 / 85 - 4469 oder der E-Mail JC-GT-BUT@gt-net.de wenden.

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Formulare und Links zum Bildungs- und Teilhabepaket


Weitere Infos im WWW:

Formulare zum Herunterladen:

Informationen zum Herunterladen

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