Welche Leistungen gibt es? Wie hoch ist der Leistungsanspruch?

Die Höhe der finanziellen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II orientiert sich nicht - wie beim Arbeitslosengeld I oder anderen Lohnersatzleistungen - an Ihrem letzten Einkommen. Ihr Anspruch wird ausschließlich bedarfsbezogen im Rahmen gesetzlicher Vorgaben berechnet.

Buch Arbeits- und Sozialrecht und Geld

Die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II umfassen:

  • den Regelbedarf (für erwerbsfähige Personen),
  • das Sozialgeld (für nicht erwerbsfähige Personen, z.B. Kinder unter 15 Jahren),
  • Leistungen für Mehrbedarfe,
  • Kosten für Unterkunft und Heizung,
  • Einmalige Leistungen: Erstausstattung für die Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten, Erstausstattung für Bekleidung, auch bei Schwangerschaft und Geburt, mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen, Anschaffung und Reparatur von orthopädischen Schuhen, Reparatur von medizinischen Geräten und Ausrüstungen sowie Miete von therapeutischen Geräten,
  • die Sozialversicherung: Zahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung, Meldung von Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld II zur Rentenversicherung,
  • Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder und Jugendliche.

Regelbedarf

Wortsalat mit Begriffen wie Hartz IV, Arbeitslosengeld, Regelleistungen, usw.

Die Höhe des Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts beträgt:

  • 424 EUR für Alleinstehende, Alleinerziehende sowie Volljährige mit minderjährigem Partner,
  • 382 EUR für volljährige Partner,
  • 339 EUR für Personen von 18 bis 24 Jahren (die keinen eigenen Haushalt führen),
  • 322 EUR für Kinder von 14 bis unter 18 Jahren,
  • 302 EUR für Kinder von 6 bis unter 14 Jahren,
  • 245 EUR für Kinder von 0 bis 5 Jahren.

Der Regelbedarf deckt laufende und einmalige Bedarfe pauschal ab; es wird insbesondere der notwendige Bedarf für Ernährung, Bekleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie (ohne Heizung und Erzeugung von Warmwasser) und die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben berücksichtigt.



Mehrbedarf

Für Bedarfe, die nicht durch den Regelbedarf abgedeckt werden, kann zusätzlich ein sog. Mehrbedarf für

  • Schwangere,
  • Alleinerziehende von Minderjährigen,
  • behinderte Menschen, die bestimmte Sozialleistungen erhalten,
  • Personen, die aus medizinischen Gründen eine kostenaufwändige Ernährung benötigen,

gewährt werden.

Kosten der Unterkunft und Heizung

Die Kosten der Unterkunft und Heizung (Miete, Betriebs- und Heizkosten) werden, soweit sie angemessen sind, in der Regel in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen.

Anrechnung von Einkommen und Vermögen

In die Berechnung der Höhe der Ihnen zustehenden Geldleistungen werden das Einkommen und das Vermögen der gesamten Bedarfsgemeinschaft einbezogen.


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