Landschaftsplan Gütersloh - bisheriges Verfahren

Der Landschaftsplan Gütersloh umfasst das Gebiet der Stadt Gütersloh und kleine Bereiche von Verl und Herzebrock-Clarholz. Der aktuelle Planungsstand ist der Vorentwurf, zu dem Einwendungen eingebracht werden konnten, die derzeit gewertet werden. Hier lesen Sie, wie die Bürgerinne und Bürger bisher informiert wurden.

Präsentation einer Heuschrecken- und Tagfalterkartierung

Admiral

Zum Vorentwurf des Landschaftsplans Gütersloh sind viele Einwendungen von Bürgern, betroffenen Landwirten und öffentlichen Stellen eingegangen. Diese werden derzeit von der Unteren Naturschutzbehörde gesichtet und gewertet. Dazu wurden in manchen Bereichen zusätzliche Daten erhoben, z.B. eine Kartierung der Heuschrecken und Tagfalter in geplanten Erweiterungsflächen von Naturschutzgebieten.

Diese Kartierung wurde den betroffenen Flächeneigentümern am 23.11.2018 im Gebäude des Landwirtschaftlichen Kreisverbands vorgestellt. Alle Interessierten finden die gezeigte Präsentation auch hier.

Übrigens, um auf die Einwendungen fachlich fundiert antworten zu können und daraus einen besseren Entwurf zu erarbeiten, wird die Auswertung noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wenn Sie zu den Bürgerinnen und Bürgern gehören, die sich geäußert haben, werden Sie eine Antwort auf Ihre Einwendung leider erst im zweiten Halbjahr 2019 erhalten.

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Informationsveranstaltung am 22.05.2017 im Kreishaus

Ausschnitt aus den aktuellen Kartenentwürfen

Wie soll sich die Landschaft rund um Gütersloh weiter entwickeln, welche Gebiete sollten unter Schutz gestellt werden - diese Fragen beantwortet der Landschaftsplan. Vor Beginn des offiziellen Beteiligungsverfahrens stellten der Kreis Gütersloh und das Planungsbüro NZO aus Bielefeld am Montag, dem 22.05.2017 einen 1. Planentwurf vor. Eingeladen waren alle Bürgerinnen und Bürger. 

Als Grundlage der Planung wurde die Landschaft vor Ort kartiert und weitere Daten wausgewertet. Daraus wurden Landschaftsräume mit unterschiedlicher Struktur und Ausstattung abgegrenzt und Entwicklungsziele formuliert. Besonders natürliche oder artenreiche Bereiche werden als Natur- oder Landschaftsschutzgebiete vorgeschlagen. Auch die bestehenden Schutzgebiete und ihre Abgrenzungen wurden überprüft und werden ggf. angepasst. Einzelobjekte und Kleinstflächen schlägt der Planer als Naturdenkmale oder Geschützte Landschaftsbestandteile vor. 

Eine Arbeitsgruppe aus allen Fraktionen des Kreisumweltausschusses hat die Planungen begleitet und intensiv diskutiert.

Im Herbst ist zunächst die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vorgesehen, im Anschluss daran haben betroffene Eigentümer und die Öffentlichkeit die Gelegenheit, sich zu dem Planentwurf zu äußern. 

Eine Präsentation zum Stand des Verfahrens (Mai 2017) finden Sie in den Downloads am Ende der Seite.

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Themenworkshop Naturschutz am 17.03.2016

In der Arbeitsgruppe Schutzgebiete diskutierten die meisten Teilnehmer mit.

Das Interesse war groß - denn es ging um Flächen und Flächen sind ein knappes Gut. Der Landschaftsplan drehte sich im dritten Workshop um das Kernthema, den Naturschutz. Und darum, wo dieser unter Berücksichtigung anderer Interessen, etwa der der Landwirte, zu seinem Recht kommt. Im Kreishaus Gütersloh wurden Flächen vorgestellt, die ökologisch wertvoll sind und es wert wären, unter Schutz gestellt zu werden.

Über 70 Teilnehmer aus Politik, Landwirtschaft, Kammern und Naturschutzverbänden waren der Einladung ins Kreishaus Gütersloh gefolgt. Fast die Hälfte waren Landwirte. Bevor in vier Arbeitsgruppen konkrete Wünsche und - teils konkurrierende - Ziele erarbeitet wurden, gab es vielfältigen Input: So stellte unter anderem Dr. Günter Bockwinkel von der NZO aus Bielefeld die im vergangenen Jahr vorgenommene Biotoptypenkartierung vor. Die war nötig geworden, weil mit den alten Daten aus den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends nichts mehr anzufangen sei. Unter Berücksichtigung bereits bestehender Daten - etwa dem Flächennutzungsplan, dem Regionalplan und Wiesenvogelkartierungen - lassen sich Suchräume für Schutzgebiete herausarbeiten. Diese Suchräume bilden die Basis für die weitere Diskussion, in der mögliche Konflikte mit anderen Nutzungen und Anforderungen an den Naturschutz aufgezeigt werden.

Das Ergebnis der Biotoptypenkartierung hielt Dr. Bockwinkel fest: Es gibt im Stadtgebiet eine reich gegliederte, bäuerliche Kulturlandschaft. Es hat in den vergangenen Jahren einen Verlust landwirtschaftlicher Flächen zugunsten vor allem von Siedlungen gegeben. Es gibt hochwertige Feuchtgrünlandflächen, dies sei vor allem ein Erfolg des Vertragsnaturschutzes im Kreis Gütersloh. Aber es gebe auch deutliche Defizite bei der Entwicklung von Gewässern und Auen sowie bei Lebensräumen der offenen Feldflur. Die Suchbereiche, mit denen weitergearbeitet wird, sind: Niehorst, Krullsbach, Krullsbach-Ost, Reiherbach/Röhrbach, die Naturschutzgebiet Lichtebach, Spexard und Große Wiese (Erweiterungen) und der Flughafen (mit angrenzender Emsaue).  

In 4 Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmer des Workshops mit den Entwicklungszielen für die Landschaft, den Suchräumen für Schutzgebiete, der Gütersloher Kulturlandschaft und der zukünftigen Entwicklung des Flughafengeländes. In der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit wurden bemerkenswert viele Ideen und Anregungen, aber auch Bedenken dazu von den Teilnehmern formuliert. 

Die Planer werden nun die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung auswerten und in der 2. Jahreshälfte einen detaillierteren Entwurf des Landschaftsplanes vorlegen. Parallel dazu wird sich auch bereits eine Arbeitsgruppe des Kreistags mit dem Thema befassen. Sofern der Entwurf dann nach intensiver Prüfung und Überarbeitung eine ausreichende Planreife erlangt hat, wird eine Offenlage mit der Möglichkeit der Einsichtnahme und Stellungnahme für die Bürger erfolgen.

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In der Stadt Gütersloh werden Biotope kartiert

Der Kreis Gütersloh lässt derzeit durch das Planungsbüro NZO GmbH aus Bielefeld einen Landschaftsplan für das Stadtgebiet Gütersloh aufstellen.

Fachliche Grundlage des Landschaftsplans sind u.a. aktuelle Daten des Biotopkatasters, die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) zur Verfügung gestellt werden. In Gütersloh vorhandene Biotope und Biotoptypen wurden zuletzt im Zeitraum zwischen 1998 bis 2004 erfasst, die vorliegenden Daten sind veraltet und für die Planung ungeeignet.

Marlies Elbertz
Marlies Elbertz

Für die Aufstellung des Landschaftsplans Gütersloh ist die erneute Kartierung der Biotope und der Biotoptypen daher unverzichtbar. Es werden auch Flächen hinsichtlich ihrer Schutzwürdigkeit überprüft, die derzeit noch nicht im Biotopkataster enthalten sind.

Mit den Kartierungen hat das LANUV das Planungsbüro Weil, Winterkamp und Knopp (WWK) aus Warendorf beauftragt. Die Mitarbeiter des Büros führen regelmäßig Kartierungen im Auftrag des LANUV durch und sind von früheren Biotoperfassungen mit den örtlichen Verhältnissen in Gütersloh vertraut.

Anna Schuh
Anna Schuh

Darüber hinaus beauftragt die untere Naturschutzbehörde das Büro NZO auf Basis der zuvor genannten Kartierungen mit vertiefenden Untersuchungen im Grünland, die ggfls. zeitgleich und räumlich überdeckend stattfinden.

Die Kartierarbeiten werden ausschließlich im Außenbereich durchgeführt, sie beginnen ab Anfang Mai und dauern bis einschließlich September.

Stefan Knopp
Stefan Knopp

Für die Untersuchungen müssen die einzelnen Grundstücke betreten werden. Die vom Büro NZO beauftragten Mitarbeiter sind die Diplom- Biologin Marlies Elbertz, die Diplom- Ingenieurin Anna Schuh und der Diplom- Ingenieur Stefan Knopp vom Büro WWK. Die Kartierer tragen einen Ausweis bei sich und sollen über ihre Arbeiten Auskunft zu geben.

Angesichts der Vielzahl der zu untersuchenden Grundstücke ist eine persönliche Benachrichtigung der betroffenen Eigentümer nicht möglich, die Information erfolgt daher durch die Presse und auf diesem Wege.


Es wird gebeten, die Kartierer bei ihrer Arbeit zu unterstützen und ggfls. eigene fachliche Erkenntnisse mitzuteilen.


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Themenworkshop Landwirtschaft

Gruppenarbeit beim Workshop

Über 50 Teilnehmer sorgten am Abend des 20.05.2015 für eine rege Diskussion. Schnell wurde klar, dass an die Landschaft unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, denen man nur gemeinsam und im Dialog begegnen kann. Diesen Dialog sucht die Kreisverwaltung im Rahmen der Workshops bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Bearbeitung.

Aus Sicht der Landwirtschaft muss eine profitable Produktion auf den Flächen möglich bleiben. Die Bezirksstelle für Agrarstruktur OWL stellte den landwirtschaftlichen Fachbeitrag vor. Nach den Hauptkriterien Flächengröße, Bodengüte und Anforderungen aus der Tierhaltung wurden Kernzonen herausgearbeitet, die weitgehend der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten bleiben sollten. Der Landschaftsplan sollte hier ein Einvernehmen mit den Nutzern anstreben und die Eignung der Flächen für die landwirtschaftliche Produktion erhalten.
Landschaft als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Konflikte, die es zwischen ökologischem Anspruch und moderner Landwirtschaft geben kann, stellte Ralf Kloke vom Büro NZO vor. Es wurde deutlich, dass ein Landschaftsplan hier nicht alle Weichen stellen kann, politische Rahmenbedingungen lassen sich damit z.B. nicht beeinflussen.

Der konstruktive Dialog zwischen Landwirten und Planern soll zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und gemeinsamen Lösungen führen. So kann der Landschaftsplan helfen, Nutzungsansprüche zu entflechten und die Landschaft durch Maßnahmen aufzuwerten. Konkrete Wünsche und Vorschläge wurden in drei Arbeitsgruppen gesammelt, als Beispiele seien hier nur genannt: Flächen für mehrere Ansprüche gleichzeitig nutzen, Hofstellen als Kulturgut mit Entwicklungspotenzial sehen, Förderprogramme ausweiten und flexibilisieren und Kooperation mit allen Beteiligten.

Ein Protokoll der Veranstaltung finden Sie im Downloadbereich am Ende dieser Seite.

Weitere Anregungen nimmt der Kreis Gütersloh gerne entgegen. Schreiben Sie eine e-mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik oder melden Sie sich bei Herrn Bröskamp unter 05241/85-2713.

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Themenworkshop Erholung und Freizeit

Gruppenarbeit beim Workshop

Am Abend des 13. Januar 2015 fand der erste Workshop zum Thema Freizeit und Erholung im Spexarder Bauernhaus statt.

Mit großem Engagement entwickelten die ca. 25 Teilnehmer ihre Ideen. Nachdem das Planungsbüro NZO aus Bielefeld einen Überblick über die Gütersloher Landschaft gegeben hatte wurden weitere Eindrücke der ortskundigen Bürger gesammelt. Auf vielen attraktiven Wegen können sich die Gütersloher schon heute erholen und die Landschaft genießen. Aber auch Konflikte wurden gesehen und weitere Wünsche formuliert. So sind wild geparkte Autos oder die zu intensive Nutzung einiger Bereiche ein Ärgernis. Attraktive Wege enden ohne guten Anschluss an das überörtliche Radwegenetz. Der Ortsrand geht sowohl optisch als auch bezüglich der Nutzungen nicht harmonisch in die Landschaft über. Manche Bereiche sind attraktiv aber nicht zugänglich. Andere sollen unzugänglich bleiben, um empfindliche Biotope nicht zu stören. Und manchmal fehlt es auch einfach nur an der gegenseitigen Information und dem Wissen, warum man bestimmte Verhaltensregeln in der Landschaft einhalten sollte.

Der Landschaftsplan kann nicht alles regeln, betonte Ralf Kloke vom NZO. Aber die Betrachtung der gesamten Umgebung des Siedlungsbereiches bietet eine gute Gelegenheit, Defizite aufzudecken und manche Wünsche in der Planung zu berücksichtigen. Ein kurzer Blick der Planer in die Nachbarkommunen gehört dazu, um auch überörtliche Verbindungen zu berücksichtigen.

Wer sich ebenfalls aktiv am Planverfahren beteiligen möchte wird in weiteren Workshops zu den Themen "Landwirtschaft" und "Naturschutz und Ökologie" Gelegenheit dazu finden. Außerdem steht bei der Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh immer ein Ansprechpartner bereit. Schreiben Sie uns eine e-mail an geschützte E-Mail-Adresse als Grafik oder melden Sie sich bei Herrn Bröskamp unter 05241/85-2713.

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Auftaktveranstaltung

Auftaktveranstaltung zum Landschaftsplan Gütersloh

Das Verfahren zur Erstellung des Landschaftsplans Gütersloh startete mit einer Auftaktveranstaltung am 02. Juli 2014.

Zu den planerischen Schwerpunkten des Verfahrens gehören unter anderem die Sicherung von naturschutzrelevanten Flächen, Vorrangbereichen der Landwirtschaft und Kompensationsflächen sowie die Entwicklung eines Konzepts für die umwelt- und naturverträgliche Naherholung.

Die Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde und des beauftragten Büros NZO-GmbH aus Bielefeld stellten sich vor und gaben einen ersten Überblick über den Ablauf und die Ziele des Verfahrens.

Etwa 50 Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Naturschutz und Verwaltungen nahmen an der Veranstaltung teil. Die dort gezeigte Präsentation und ein Ergebnisprotokoll finden Sie als Download am Ende dieser Seite.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Kooperation in früheren Verfahren soll auch der Landschaftsplan Gütersloh von Anregungen aller Beteiligten profitieren. Dazu wird es Workshops zu drei Themenschwerpunkten geben:

  • Landwirtschaft
  • Erholung, Freizeit und Heimat
  • Naturschutz und Ökologie

Wünsche und Anregungen oder eine Anmeldung für einen Workshop können jederzeit an die e-mail-Adresse geschützte E-Mail-Adresse als Grafik geschickt werden.

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