SCHRIFTENREIHE ZUR KREISGESCHICHTE

Um das Bewusstsein für die lokale und regionale Geschichte zu stärken, gibt das Kreisarchiv Gütersloh eine eigene Schriftenreihe heraus. Bisher sind 14 Bände zur Geschichte des Kreises oder einzelner Gemeinden erschienen.

Band 15: Johannes Meier (HG.): Der Kreis Wiedenbrück in seinen ersten Jahrzehnten. Strukturen und Personen., Bielefeld 2018

Der Kreis Wiedenbrück entstand 1816 aus drei Territorien des Alten Reiches: der Grafschaft Rietberg, der Herrschaft Rheda und dem Amt Reckenberg. Diese über 150 Jahre bestehende Verwaltungseinheit wurde 1973 mit dem Kreis Halle, der Stadt Harsewinkel und der Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock zum Kreis Gütersloh zusammengelegt.

200 Jahre nach seiner Gründung erinnert das 24. Seminar „Kirchengeschichte in der Zehntscheune“ im Oktober 2016 an die Anfänge des alten Kreises Wiedenbrück. Die Vorträge zu Strukturen (Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kirche) und Personen (Jodocus Temme, Anton Meinholz und Luise Hensel) sind nun in den Beiträgen dieses Buches dokumentiert und mit Bildern illustriert.


Band 14: Glaw, Johannes W.: Vieler Herren Länder. Historische Grenzsteine im Kreis Gütersloh, Bielefeld 2017

Noch im 18. Jahrhundert teilten sich sechs weltliche und geistliche Landesherrschaften das knapp 1000 Quadratkilometer große Gebiet des heutigen Kreises Gütersloh. Die zahlreichen, sich häufig ändernden Grenzen wurden mit Grenzsteinen markiert. Mehr als 250 dieser Hoheitszeichen haben sich bis heute erhalten. Über sie und die Geschichte, die sich mit ihnen verbindet, gibt das Buch umfassend Auskunft. Darüber hinaus enthält es allgemeine, auf andere Regionen übertragbare Hinweiser zur Grenzsteinforschung. Das reich bebilderte Buch lädt dazu ein, die Geschichte des Kreises Gütersloh und seiner Grenzen neu zu entdecken.




Band 13: Isernhinke, Karina: Das Strafgefangenenlager Oberems. Das nationalsozialistische Lagersystem im Gebiet des heutigen Kreises Gütersloh, Bielefeld 2015

Das Strafgefangenenlager Oberems war eines der vielen großen Gefangenenarbeitslager im nationalsozialistischen Deutschland und das einzige Lager in Westfalen. Die meisten der seit 1900 eingerichteten Gefangenenarbeitsstätten lagen im Gebiet des heutigen Kreises Gütersloh. In den über 50 Gefangenenkommandos waren nach 1933 immer mehr Gefangene wegen politischer Delikte inhaftiert und die Gefangenenarbeit wurde erheblich ausgeweitet. Das Strafgefangenenlager Oberems ist bisher nur unzureichend erforscht. Die Studie schließt diese Lücke und beantwortet die zentralen Fragen: Wie entstand das Strafgefangenenlager, wie war es organisiert, welche Menschen waren hier inhaftiert, wie sah der Alltag der männlichen und weiblichen Häftlinge aus, wer profitierte von der Arbeit der Gefangenen?


Band 12: Hanusa, Margarethe: Langenberg. Geschichte einer westfälischen Gemeinde 800-1913, Bielefeld 2009

Langenberg, an den Ausläufern der Beckumer Berge gelegen, gehört zu den Altsiedelräumen im südlichen Kreis Gütersloh. Eine Zeitreise durch die Jahrhunderte versucht, die ländliche Siedlungsgeschichte von den frühesten fassbaren Anfängen aufzuzeigen. Die Lage genau an der Grenze zwischen Engern und Westfalen macht es nötig, die Entwicklung vor dem Hintergrund überregionaler Zusammenhänge zu sehen. Das Leben der Bevölkerung war nach dem Sturz Heinrichs des Löwen vom Kleinterritorium des Osnabrücker Amtes Reckenberg bestimmt. Die Zugehörigkeit zur preußischen Provinz Westfalen bildet einen Übergang zwischen altem Reich und Moderne.




Band 11: Vieregge, Heike: Gütersloh und Soest im 19. Jahrhundert. Vom lokalen Engagement zur kommunalen Leistungsverwaltung, Bielefeld 2008

Kleinstädte waren keineswegs in jeder Hinsicht rückständig. Dies zeigt die Studie über die über die Studie Städte Gütersloh und Soest. Sie untersucht die Einrichtungen der sozialen (Sparkasse, Pfandleihanstalt, Krankenhaus, Sozialer Wohnungsbau) und der technischen Daseinsvorsorge (Gaswerk, Elektrizitätswerk, Wasserwerk, Kanalisation, Schlachthof) sowie die Entwicklung des Stadtraums und der Stadtplanung. Welche Rolle spielte dabei die städtische Verwaltung? Wurde sie  vom Landrat und der Kreisverwaltung unterstützt oder behindert? Wurde sie in eigener Regie tätig oder griff sie auf privates oder kirchliches Engagement zurück? Reagierte sie auf Notlagen und Missstände oder handelte sie vorausschauend? Diese Fragen beantwortet das vorliegende Buch.



Band 10: Schaub, Hermann: Die Herrschaft Rheda und ihre Residenzstadt. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reichs, Bielefeld 2006





 




Band 9: Harsewinkel, Florenz Karl Joseph: Spezial Geschichte und Nachrichten von Wiedenbrück. Transkription von Alfons Brielmann, Bielefeld 2006 (vergriffen)






 



Band 8: Sudbrock, Theres: Regionale Identität im Kreis Gütersloh. Die Auswirkungen der Gebietsreform 1973, Bielefeld 2004

Der Kreis Gütersloh wurde im Zuge der Gebietsreform 1973 gegründet. Ursprünglich gehörte dieses Gebiet verschiedenen Territorien und ab 1816 zwei preußischen Landkreisen an.Bei der Gebietsreform wurden historische, traditionelle, landsmannschaftliche, konfessionelle und politische Bindungen ausdrücklich beiseite gelassen.Das Buch zeigt, dass die historischen Grenzen zwischen den Altkreisen immer noch zu erkennen sind und dass sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl nur für die Gebiete der ehemaligen Territorien Rheda, Reckenberg und Rietberg entwickelt hat. Eine regionale Identität der Bewohner des Kreises Gütersloh existiert also nur ansatzweise, dagegen bleibt aber ein starkes Ortsbewußtsein bis heute erhalten.



Band 6: Pollklas, Martin: Der Kreis Wiedenbrück 1933-1936 in den geheimen Lageberichten des Landrates, Bielefeld 2002

Die geheimen Lagerberichte des Landrates geben einen Einblick in den Alltag eines ländlichen Kreises und seine Veränderung durch den Nationalsozialismus. Ausgehend von der politischen Lage Anfang 1933 rücken die Machtergreifung und ihre Folgen für die staatliche und gesellschaftliche Ordnung im Kreis Wiedenbrück in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei wird deutlich, daß sich Kreis und Reich in einigen Punkten, etwa der katholischen Bevölkerungsmehrheit , unterschieden und daher ein anderes Vorgehen der Machthaber nötig machten. Wie sich der Nationalsozialismus auch in diesem bis 1933 stabil katholischen Kreis in kurzer Zeit durchsetzte wird anhand zahlreicher Einzelfälle untersucht.




Band 5: Herbort, Wilhelmine u.a.: Die Rietberger Emsniederung. Eine Landschaft im Wandel der Zeit, Bielefeld 1999

Mit dem Anbau von Nutzpflanzen und der Haustierhaltung setzte in der Jungsteinzeit eine Entwicklung ein, in deren Verlauf die ursprünglichen Bruch- und Auenwälder in der Emsniederung lichter wurden. Die nachfolgende, den natürlichen Wasser- und B
odenverhältnissen angepaßte kleinbäuerliche Landwirtschaft veränderte das Aussehen der Landschaft und verlieh ihr einen offenen, weiträumigen Charakter. Anhand historischer Quellen und aktueller Daten beschreiben die Autoren die Entstehungsgeschichte der Rietberger Emsniederung als einer Tier- und Pflanzenarten reich ausgestatteten Kulturlandschaft. Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Situation in der Landwirtschaft stellen sie ein Konzept vor, welches wegweisend ist für den Erhalt des Lebensraumes Feuchtwiesen.


Band 4: Brüning, Günter (Red.): Die Entstehung des Kreises Gütersloh. Feierstunde und Ausstellung, Gütersloh 1998









Band 3: Büscher, Wolfgang: Der Flugplatz Gütersloh im Wandel der Zeit. Chancen und Risiken für den Raum Gütersloh und Bielefeld durch die Schließung bzw. Umwandlung des britischen RAF-Flughafens, Rheda-Wiedenbrück 1994

„Doktorarbeit schließt Lücke. ’Flughafen im Wandel der Zeit’ – eine Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen. Eine breit angelegte Thematik macht die Dissertation zur wertvollen Informationsquelle. Die wissenschaftliche Arbeit liefert Material, wägt ab und wertet. ... Eine umfassende Dokumentation.“ DIE GLOCKE






Band 2: Wolf, K.: Freud und Leid im Kreise Halle (West.) 1800-1905, Halle 1905, ND Gütersloh 1994 (vergriffen)









Band 1: Kaiser, Ansgar: Zur Geschichte der Ems. Natur und Ausbau, Rheda-Wiedenbrück 1993

Die Ems und ihre Auengebiete stellten früher einen reich strukturierten Naturraum dar, in dem viele Pflanzen- und Tierarten, wie z.B. auch der Fischotter, ihren Lebensraum hatten. Durch den Ausbau und Begradigung, welche bereits im 19. Jahrhundert begannen und ihren Höhepunkt im großen Emsbau der 30er Jahre fanden, ist die heutige Emslandschaft in ihrer Ökologie stark beeinträchtigt und läßt nichts mehr von der früheren Vielfalt erahnen. Auf der Grundlage von Archivmaterial, historischen Karten und Schriftstücken, zeichnet der Diplom-Biologe Ansgar Kaiser ein Bild der früheren Emslandschaft und beschreibt den kulturellen Hintergrund der Ausbau- und Regulierungsmaßnahmen mit denen dieser Naturraum erschloßen und verändert wurde. Dem als natürlich anzusehenden historischen Zustand stellt er die heutige Situation gegenüber [...].

 

Die Bände 2 und 9 sind vergriffen. Von den Bänden 1, 3 und 4 sind noch einige Restexemplare im Kreisarchiv Gütersloh erhältlich, die übrigen Bände können Sie über den Verlag für Regionalgeschichte, Postfach 120423, 33653 Bielefeld, Tel.: 05209-6714, E-Mail: regionalgeschichte@t-online.de beziehen.