80.000 Euro für mehr Blüten, Insekten und Tierschutz

Der Kreis wird in den kommenden vier Jahren jeweils 20.000 Euro zur Förderung von artenreichen Lebensräumen zur Verfügung stellen. Das Geld soll sich vermehren, denn es stellt den Eigenanteil dar, um eine entsprechende Förderung aus dem Programm VITAL.NRW zu erhalten. Antragsteller für das Projekt ‚Artenreiche Lebensräume‘ wird die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld sein.

Wiese vor dem Kreishaus
Die Wiese vor dem Kreishaus in Gütersloh bietet Schutz für viele Arten von Pflanzen und Tieren. (Foto: Kreis Gütersloh)

Mit dem Projekt sollen in erster Linie artenreiche Flächen innerhalb und außerhalb der Ortschaften gefördert werden - etwa Blühwiesen auf kommunalen Brachflächen oder Blühstreifen an Ackerflächen. Gartenbesitzer sollen durch Kampagnen und Aktionen zudem informiert und motiviert werden, ihre eigenen Flächen/(Vor-)Gärten naturnah zu gestalten. Aber auch der Artenschutz steht im Fokus, so sollen zum Beispiel Gewässer optimiert werden, um Arten wie dem Kammmolch oder dem Laubfrosch einen verbesserten Lebensraum zu bieten. Aber auch Kiebitze, Feldhasen, Igel oder Fledermäuse, die immer seltener einen geeigneten Lebensraum finden, sollen durch geeignete Maßnahmen geschützt werden. Am Dienstag, 2. Oktober, hatte der Umweltsauschuss den Antrag beraten und einstimmig beschlossen. Abschließend steht die Vorlage am 21. November auf der Tagesordnung des Kreisausschusses.

In der VITAL-Region GT8 haben sich die Kommunen zusammengeschlossen, die alle Interesse an der Mitwirkung an diesem Projekt signalisiert haben. Projektträger ist die Biologische Station Gütersloh/ Bielefeld e.V., dort soll für den Förderzeitraum im Fall des Zuschlags eine halbe Stelle geschaffen werden, um die verschiedenen Projekte gemeinsam mit den Partnern umsetzen zu können. Projektpartner sind insbesondere die Kommunen, der Kreis, die Landwirtschaft, der Landwirtschaftliche Kreisverband Gütersloh, der Verein für Landschaftspflege und Landschaftsschutz, die Imker, Jägerschaft, Naturschutzverbände, Heimatvereine aber auch weitere Vereine und Verbände. Der Kreis koordiniert alle Aktivitäten, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Ziel ist es, alle 13 Kommunen und deren Aktivitäten einzubeziehen.

Randbereiche von landwirtschaftlich genutzten Flächen, öffentliche Brachflächen in Kommunen und Außenflächen von Firmen - nach Auffassung der Vorlage gibt es reichlich Flächen, die besser genutzt werden könnten. Um dies zu erreichen, soll mit den Fördergeldern auch modellhaft gezeigt werden, wie man mit speziellen Saatgutmischungen die Flächen aufwerten und zu blühenden Lebensräumen machen kann. "Beratung, Sensibilisierung und Motivation" stehen im Mittelpunkt, so GT8-Geschäftsstellenleiterin Mareike Bußkamp. Kommunen und Landwirte werden beraten, Privatgartenbesitzer einbezogen und auch an Schulen und Kindergärten soll es Projekte geben, die verdeutlichen, wieso es wichtig ist, artenreiche Lebensräume wiederherzustellen und zu erhalten.

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