Mitgliederversammlung LAG GT8: Regionalmanagerin Mareike Bußkamp

Gütersloh, 13.10.2017. Projekte voranbringen, beraten, Fördermittel gezielt in den Kreis Gütersloh lotsen – Mareike Bußkamp hat zu Monatsbeginn ihren neuen Job als Regionalmanagerin der ‚Lokalen Aktionsgruppe GT8‘ (LAG GT8) angetreten und ist damit die einzige Angestellte dieses Vereins, der sich erfolgreich um Fördermittel aus dem Landestopf VITAL.NRW beworben hatte.

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins in den Räumen des landwirtschaftlichen Kreisverbandes stellte der Vorsitzende Michael Meyer-Herrmann, Bürgermeister von Versmold, die Regionalmanagerin vor.  "Ich freue mich, mit Frau Bußkamp eine gute und erfahrene Regionalmanagerin gefunden zu haben." Ziel des Vereins ist es, die Region durch innovative und soziale Projekte voranzubringen.

Mareike Bußkamp ist studierte Umweltwissenschaftlerin und bringt einiges an Erfahrung aus der kommunalen Schiene mit: Zuletzt war sie sechs Jahre lang im Kreis Steinfurt Projektleiterin des gemeinnützigen Vereins 'Haus im Glück' - ein Verein, der die energetische Sanierung von Häusern vorantreibt. Projekte hat die 33-Jährige selbst entwickelt und umgesetzt. "Schon bei dieser Aufgabe verstand ich mich als Dienstleister für die kreisangehörigen Kommunen", betont Bußkamp die Konstanz Denken und Handeln bei ihren Jobs. Als Regionalmanagerin wird es ihre Aufgabe sein, die Projektträger in den acht beteiligten Kommunen so zu beraten, dass sie förderfähig sind. Bis zu 1,6 Millionen Euro, die bei der Bezirksregierung verwaltet werden, können in den Kreis Gütersloh für Regionalmanagement und Projekte fließen. "Manchmal ist es problematisch, die Formalien einzuhalten", weiß Bußkamp aus Erfahrung von anderen Förderprogrammen wie etwa LEADER - dem Wettbewerb, bei dem der Kreis Gütersloh leer ausging. In solchen Fällen unterstützt die Regionalmanagerin dann beispielsweise.

Ihren Schreibtisch hat sich die Regionalmanagerin bei der pro Wirtschaft GT, der Wirtschaftsfördergesellschaft des Kreises Gütersloh, eingerichtet. Auch einen ersten Überblick hat sie sich bereits verschafft: "Positiv ist, dass es keinen Projektstillstand gab." In einigen sozialen Bereichen seien Projekte bereits umgesetzt, sei es mit anderen Fördergeldern oder ohne. Als nächsten Schritt will sich Bußkamp einen kompletten Überblick über den Status quo der Projekte verschaffen, um dann abschätzen zu können, welche möglichst schnell umgesetzt werden sollen. Zu ihren Aufgaben gehört künftig dann auch die Vorbereitung von Sitzungen wie Mitgliederversammlungen, Arbeitsgruppentreffen und erweiterten Vorstandssitzungen. Letztere beschließen darüber, welche Projekte umgesetzt werden sollen.

Bei der Mitgliederversammlung ging es unter anderem um den Stand der einzelnen Projekte: "Damit Frau Bußkamp nicht bei Null anfängt haben wir ein Ampelsystem eingeführt", erklärte Wilhelm Gröver, Abteilungsleiter Umwelt Kreis Gütersloh. Mit dem Ampelsystem können sich alle einen schnellen Überblick verschaffen. So werden 'rote Projekte' nicht weiterfolgt, da sie möglicherweise anders gefördert werden oder nicht zeitnah umgesetzt werden können. 'Gelbe Projekte' müssen zunächst überarbeitet werden, bevor sie konkret werden können. Von 40 Projekten wurden 14 als 'Grün' eingestuft. Diese sollen in Koordination mit der Bezirksregierung Detmold, den Vertretern des Landes NRW und natürlich den Geförderten zeitnah bearbeitet werden. "Im Frühjahr wollen wir für die ersten Projekte Förderentscheidungen vorlegen", blickte Gröver voraus.

 Da einige Projekte bereits zur Förderung durch LEADER erstellt wurden, sind diese in der Zwischenzeit mit Hilfe anderer Mittel umgesetzt worden.

Im Anschluss an den Überblick über den Fortschritt der Projekte erinnerte Niels Hartmann, Vertreter der Bezirksregierung Detmold, an die Rahmenbedingungen der Förderung durch VITAL.NRW. 1,55 Millionen Euro stellt das Land NRW bereit, wobei der Eigenanteil der Projekte bei 35 Prozent liegt. "Wir wollen das gleiche wie Sie", versicherte Hartmann. Er betonte, dass eine enge Kommunikation nötig sei, um das Programm optimal zu nutzen. Dafür hat der Verein mit Bußkamp jetzt die Schnittstelle. Zum Abschluss der Mitgliederversammlung bildete die LAG GT8 Arbeitsgruppen, um die Projekte intensiver betreuen zu können und dem erweiterten Vorstand Empfehlungen für förderfähige und nicht förderfähige Projekte auszusprechen. Abschließend konstituierte sich die LAG GT8 nach Vereinsstatuten.

Auf der Mitgliederversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Michael Meyer-Herrmann wurde die Regionalmanagerin Mareike Bußkamp vorgestellt.




Die Gründung des Vereins LAG GT8 war - wie auch die Einstellung einer entsprechenden Regionalmanagerin - Voraussetzung dafür, Fördermittel aus dem Landesprogramm 'VITAL.NRW' zu akquirieren. Die Kosten für die Regionalmanagerin hat das Land bereits für die gesamte Förderperiode bis zum Jahr 2022 zugesagt. Mitglied in dem Verein sind Borgholzhausen, Gütersloh (mit einigen Stadtteilen, nicht komplett), Halle (Westf.), Harsewinkel, Langenberg, Rietberg, Versmold und Werther (Westf.) mit insgesamt 155.000 Einwohnern. Ebenso mit dabei: Elf kreisweit agierende Vereine wie die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände sowie deren angeschlossenen Mitglieder, der Westfälisch-Lippische LandFrauenverband, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, der Kunstverein Kreis Gütersloh, der Kreisheimatverein Gütersloh, der Betriebsdienst Gütersloh und die Biologische Station Bielefeld/Gütersloh.

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