"Wir werden Leitprojekte weiterverfolgen"

LEADER-Bewerbung abgelehnt

Düsseldorf/Gütersloh, 22.05.2015. Die Bewerbung von „GT 9“ war nicht erfolgreich: Bei dem LEADER-Bewerbungsprozess hatten sich neun Kommunen aus dem Kreis Gütersloh um europäische Fördermittel beworben. Jetzt hat das Land NRW die Sieger bekanntgegeben.

28 Bewerbungen um 75 Millionen Euro Fördergeld kommen zum Zug, die Bewerbung "GT 9" gehört nicht dazu. Ein Expertengremium auf Landesebene hatte die Bewerbungen gesichtet. "Natürlich bedauere ich die Entscheidung sehr. Wir hatten zusammen mit sehr vielen Mitstreitern ein tolles Konzept mit vielen hervorragenden Projekten auf den Tisch gelegt", erklärte Landrat Sven-Georg Adenauer. "Aber wir sind auch faire Verlierer und ich gratuliere den Gewinnern ganz herzlich. Es war von Anfang an klar, dass eine ganze Reihe von Bewerbern leer ausgehen würde und die Chancen der nicht ganz so wirtschaftlich starken Regionen wohl größer sein würden." Beim Blick auf die Karte der erfolgreichen Regionen fällt auf, dass viele an der Landesgrenze von Ostwestfalen, in der Eifel und im Sauer- und Siegerland den Zuschlag erhalten haben.

"Wir stecken jetzt deswegen den Kopf nicht in den Sand. Wir werden die Leitprojekte weiter verfolgen und uns nach alternativen Fördermöglichkeiten umschauen", erklärte Wilhelm Gröver, Leiter der Abteilung Umwelt. Er hatte maßgeblich an der Bewerbung mitgeschrieben. Maximal 3,45 Millionen Euro an Fördersumme hätte "GT 9" für die Projekte bei der Europäischen Union über sechs Jahre verteilt einsammeln können. Für "GT 9" hatten sich Borgholzhausen, Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg, Versmold und Werther zusammen geschlossen. Mit rund 170.000 Einwohnern - aus Gütersloh sind nur Ortsteile dabei - ist "GT 9" eine der großen Regionen, die sich am Wettbewerb beteiligen.  Viele der Konkurrenten bestehen nur aus drei oder vier Kommunen. Gröver erinnerte angesichts des Briefs aus Düsseldorf, in dem Umweltminister Johannes Remmel den Landrat über den Ausgang des Bewerbungsprozesses informiert, an die GT-9-Abschlussveranstaltung im Januar und an die Worte von Bürgermeisterin Susanne Mittag (Langenberg): "Wir haben schon gewonnen, egal wie der Wettbewerb ausgeht." Denn allein die Arbeit an der Bewerbung habe bereits dazu beigetragen, dass beispielsweise Langenberg und Gütersloh ein gemeinsames Projekt entwickelt hätten.


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