Copyright: Selma Malkoc

FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch: Erfolgreiche Sprachförderung in Herzebrock und Rheda

In den Osterferien des Schuljahres 2025/26 organisierten das Kommunale Integrationszentrum und die VHS Reckenberg-Ems erneut die beliebten „FIT in Deutsch-Kurse“, um neu zugewanderte Schüler*innen über den regulären Unterricht hinaus zu fördern.

An den Standorten Bolandschule (Herzebrock) und Wenneberschule (Rheda) nahmen insgesamt 42 neu zugewanderte Schüler*innen der Klassenstufen 1 bis 4 teil. Die Teilnehmenden besuchen regulär die  Willbrandschule, Josefschule, Bolandschule, Andreasschule, Parkschule, Wenneberschule sowie die Grundschule Avenwedde. Jeweils von 09.00 bis 16.00 Uhr hieß es für sie: Deutsch lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Gemeinsam lernen und den Alltag meistern

Unter der Leitung von jeweils zwei qualifizierten Sprachlernbegleiter*innen erweiterten und festigten die Kinder ihre Deutschkenntnisse. Zum täglichen Programm gehörten:

  • Gemeinsame Morgenkreise
  • Ein gesundes Frühstück und Mittagessen
  • Spannende Ausflüge in die Umgebung
  • Kreative Bastel- und Backaktionen


Durch diesen Mix konnten die Kinder ihren neu erworbenen Wortschatz im echten Leben ausprobieren.

Einige Arbeitsergebnisse an der Bolandschule, Herzebrock, Foto: S. Malkoc


Vielfalt als Stärke: Individuelle Förderung im Fokus

Die Schüler*innen brachten eine beeindruckende Vielfalt mit: Sie stammten aus 14 verschiedenen Herkunftsländern – von Albanien über Mexiko bis zur Ukraine – und sprachen 12 unterschiedliche Muttersprachen. Um den sehr verschiedenen Sprachniveaus gerecht zu werden, setzten die erfahrenen Lehrkräfte Arbeitsmaterialien in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ein. Das passende Fördermaterial erhielten die Begleiter*innen vorab in einer speziellen Schulung des Landesprogramms.

Das „Icelandic Village“ Konzept: Raus aus dem Klassenzimmer, rein ins Leben

Das didaktische Fundament der Kurse bildet das Konzept des „Icelandic Village“ (isländisches Sprachdorf), entwickelt an der Universität Island. Er schlägt eine Brücke zwischen der Theorie im Kursraum und der Praxis im Alltag. Ausflüge sind daher ein fester Bestandteil der Förderung.

  • Lernort Wochenmarkt: In Rheda ging es zum Einkauf auf den Wochenmarkt, um den Wortschatz rund um Obst und Gemüse zu testen. „Der Markt wurde auf Wunsch der Kinder in der zweiten Woche direkt noch einmal besucht“, berichteten die Lehramtsstudierenden und Sprachlernbegleiter Maximilian L. Pietsch und Lukas Witting.


Schulhof Wenneberschule, Rheda: M. L. Pietsch und L. Witting. Foto:  S. Malkoc


  • Lernort Bibliothek: An der Bolandschule organisierten die angehenden Lehrerinnen Eda Karakaya und Fehme Ipram einen Ausflug zur Stadtbibliothek. Die ausgeliehenen Bücher wurden im Kurs und zu Hause gelesen. Das stärkte die Lese- und Medienkompetenz und bezog die Familien aktiv mit ein. „Die Kinder waren extrem motiviert, weil sie sich die Bücher selbst aussuchen durften“, so das positive Fazit.


Abschlussfoto mit A. Hemminghaus, F. Ipram, E. Karakaya, S. Malkoc und Schüler*innen der Bolandschule, Herzebrock, Foto:  S. Malkoc


Zum Kursende wurde an beiden Standorten zu einer feierlichen Abschlussrunde eingeladen. Neben den Familien nahmen auch Herr Axel Hemminghaus (Fachbereichsleitung Deutsch der VHS Reckenberg-Ems) und Frau Selma Malkoc (Koordination des Landesprogramms beim Kommunalen Integrationszentrum Gütersloh) teil.

Weitere Informationen

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