4. Kreistagssitzung

LWL: Ein Prozent Tariferhöhung gleich
31 Millionen Euro zusätzliche Ausgaben

Der Kernhaushalt des LWL beträgt 4,84 Milliarden Euro in diesem Jahr. 152 Millionen Euro Landschaftsumlage steuert der Kreis Gütersloh dazu bei. Dreiviertel des LWL-Kernhaushalts stammt aus der Landschaftsumlage. Den Löwenanteil der Aufwendungen, rund 4,2 Milliarden Euro, gibt der LWL für Sozialleistungen aus, das meiste Geld davon wiederum, rund 87 Prozent, fließt in die Eingliederungshilfe für Kinder und Erwachsene. Rund 100.000 Erwachsene und 30.000 Kinder und Jugendliche in Westfalen-Lippe erhalten Eingliederungsleistungen. Im Kreis Gütersloh sind dies 3.209 Erwachsene und 1.351 Kinder und Jugendliche, die Kosten für sie belaufen sich auf 129,7 Millionen Euro. 

1.400 Liegenschaften, über 200 Einrichtungen, 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser wie etwa das LWL-Klinikum Gütersloh und 20 Museen betreibt der LWL. Über 21.000 Beschäftigte arbeiten für den LWL. Lunemann führte aus, dass allein ein Prozent mehr Gehalt aufgrund von Tarifsteigerungen sich im Haushalt mit 31 Millionen Euro niederschlägt. Im Westfalen-Parlament sitzen fünf Vertreterinnen und Vertreter für den Kreis Gütersloh: Helmut Kaltefleiter und Dr. Heinz-Josef Sökeland (beide CDU), Marie Sophie Hauhart (SPD), Thorsten Schmolke (GRÜNE) und Susanne Mittag (UWG).

30 Tagesordnungspunkte hatten die Kreistagsmitglieder abzuarbeiten am Montag. Darunter auch die Entsendung in die Gesellschafterversammlung der Stiftung Gedenkstätte Stalag 326 gemeinnützige GmbH. Stefan Burckardt aus Schloß Holte-Stukenbrock wird dort neben der gesetzten Landrätin Ina Laukötter den Kreis Gütersloh vertreten.