NSG Johannisegge/Schornstein

Das Naturschutzgebiet Johannisegge/Schornstein ist auch heute noch von der ehemaligen Niederwaldnutzung geprägt.

Blühender Lerchensporn

Anders als in alten Buchen-Hallenwäldern, in denen aufgrund der großen Verschattung kaum Pflanzen unterhalb der Bäume wachsen, ist das Waldgebiet Johannisegge/Schornstein gekennzeichnet durch gut strukturierte Waldmeister-Buchenwälder. Hier lässt sich auch heute noch die ehemalige Niederwaldnutzung ablesen.
Bei der Niederwaldnutzung wurden die Waldbäume bereits in einem relativ jungen Alter gefällt und meist zu Brennholz verarbeitet. Durch die kurzen Umtriebszeiten wurden stockausschlagfähige Gehölzarten gefördert und die Belichtung des Waldbodens war größer. Dadurch entwickelten sich Biotope mit einer hohen Artenvielfalt. In Deutschland hat die Niederwaldnutzung heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr und wird kaum noch praktiziert.

Das Naturschutzgebiet ist als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Östlicher Teutoburger Wald" ausgewiesen und somit Teil des europäischen Schutzgebietssystems.

Die ehemalige Niederwaldnutzung und ein kleinflächiger Wechsel von Laub- und Nadelwald machen einen Spaziergang im Naturschutzgebiet abwechslungsreich und interessant. Das Verlassen der Wege ist verboten, bitte bleiben Sie daher auf den Wegen und fahren auch mit Mountainbikes nicht abseits der Wege!

Steckbrief NSG Johannisegge/Schornstein:

Lage: im Nordwesten der Stadt Borgholzhausen

Größe: 225,4 ha

Kennzeichen: Waldmeister-Buchenwälder mit heute noch erkennbarer, ehemaliger Niederwaldnutzung auf Kalkstandorten

Unterschutzstellung: 30. Juni 1999

Informationen für Besucher: Infotafeln und markierte Wanderwege (u.a. Hermannsweg) im Gebiet, Teil des Naturparks TERRA vita

Ansprechpartner:
Untere Naturschutzbehörde des Kreises Gütersloh, Annette Pagenkemper: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, Tel.: 05241/85-2717

Weitere Infos im WWW:

Weitere Informationen zum Herunterladen:

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