Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule

Rechtzeitig zum neuen Schuljahr heißt es an vier Grundschulen im Kreis Gütersloh „Lasst uns laufen“. Mit blauer Farbe und neuen Schildern wurden und werden in den nächsten Wochen die sogenannten Elterntaxi-Haltezonen in der nahen Umgebung von 4 der 5 Pilotschulen des Projektes „Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule“ eingerichtet.

Zum Projekt

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Immer mehr Kinder werden in den letzten Jahren von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. Dies führt häufig zu gefährlichen Verkehrssituationen vor den Schulen, beeinträchtigt die Entwicklung der Kinder und belastet die Umwelt. Das Projekt soll nicht nur den motorisierten Verkehr im Schul- und Wohnumfeld vermindern, sondern vor allem die Kinder stärken und ihnen sicher und selbstständig zurückgelegte, erlebnisreiche Schulwege ermöglichen.

Im Frühjahr dieses Jahres startete das Projekt "Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule", das der Kreis Gütersloh und die Verkehrswacht Gütersloh in Zusammenarbeit mit der Kreispolizei und den Kommunen durchführen. Aus 23 Bewerbungen wurden 5 Pilotschulen ausgewählt:

  • Grundschule Kattenstroth, Stadt Gütersloh
  • Lindenschule, Stadt Halle
  • Grundschulverbund Brinkmannschule-Schmeddingschule, Gemeinde Langenberg
  • Grundschule Pius-Bonifatius, Stadt Rheda-Wiedenbrück
  • Grundschulverbund Grauthoff-Elbracht, Stadt Schloß Holte-Stukenbrock

Für die Festlegung der Hol- und Bringzonen waren mehrere Schritte nötig. So wurden mit Hilfe einer anonymen Elternbefragung an jeder Pilotschule die Verkehrsmittel und -wege der Kinder erfasst und analysiert. Auf Grundlage dieser Daten und Vor-Ort-Terminen mit Elternvertretern, Schulleitung, Lehrkräften, der Kreispolizei und der Kommune wurden 3-4 Hol- und Bringzonen im nahen Umfeld der Schulen ausgewählt. Dabei wurde z. B. darauf geachtet, dass Stellen auswählt wurden, an denen die Auto einfach halten und wieder abfahren können und keine Wendemanöver nötig sind.

Auch die Mitarbeit der Eltern war ausdrücklich erwünscht. So hatten die Eltern bereits früh die Möglichkeit sich auf Elternabenden, Elternsprechstunden und auf einem Schulfest einzubringen und sich an der Auswahl der Standorte für die Hol- und Bringzonen zu beteiligen.

Parallel zu den Hol- und Bringzonen wird das Verkehrszähmerprogramm an allen 5 Pilotschulen eingeführt.

Das Verkehrszähmerprogramm

Das Verkehrszähmerprogramm ist ein ganzheitliches langfristig angelegtes Schulwegkonzept, das auf dauerhafte Verhaltensänderungen setzt. Es kann ohne Probleme in den Schulalltag integriert werden und vorhandene Aktionen zur Verkehrs-erziehung unterstützen und vertiefen.
Kinder können kleine Verkehrszähmer werden, indem sie sich bemühen, die elterlichen "Drachenautos" zu zähmen. Aber auch Eltern können große Verkehrszähmer werden, indem sie ihre Kinder nicht mehr mit dem Auto bis zur Schule bringen, sondern die Kinder ihre eigenen Wege selber bewältigen und erleben lassen.
Der eigenständig gegangene Schulweg ermöglicht den Kindern wertvolle persönliche Erlebnisse - nicht vorbestimmt durch die Erwachsenwelt. Die Kinder werden durch ihre erweiterte Mobilität gestärkt. Sie erhalten Verantwortung für ihren eigenen Schulweg und die damit verbundene Zeit. Sie erleben selbstbestimmt ihre Umwelt, stärken ihren Orientierungssinn und können sich mit anderen Kindern austauschen.

Für jeden zurückgelegten Schulweg zu Fuß oder per Rad, erhalten die Kinder Zaubersterne, die im Klassenverbund eingelöst werden können.

Ansprechpartner/innen beim Kreis Gütersloh

Kim Nadine Ortmeier
Koordinierungsstelle Energie und Klima
Tel.: 05241 - 85 2763
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Pia Coulthard
Verkehrswacht Gütersloh
Tel.: 05241 - 85 1278
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Bernhard Riepe
Abteilung Straßenverkehr
des Kreises Gütersloh
Tel.: 05241 - 85 1273
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