Hintergrund & Fakten

Die steigenden Zahlen übergewichtiger, fehlernährter bzw. bewegungsarmer Kinder stehen seit Jahren im öffentlichen Interesse.

Wissenschaftliche Daten...

Zahlen & Fakten

zeigen, dass in Deutschland 15 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig oder adipös (fettleibig) sind.
KiGGS-Studie, Robert-Koch-Institut 2006 und 2017

Auch die Schuleingangsuntersuchungen im Kreis Gütersloh belegen, dass bei vielen Kindern im Alter von 5-6 Jahren das Gewicht nicht im Normbereich liegt.
Jedes 11. Kind ist bereits bei der Einschulung übergewichtig oder sogar adipös (stark übergewichtig).
Genauso bedenklich ist die Anzahl untergewichtiger Kinder. Hier liegt ebenfalls jedes 11. Kind unter bzw. deutlich unter dem Normbereich.
Bei der Körperkoordination zeigt jedes 4. Kind im Kreis (37,7 %) grenzwertige Fähigkeiten bzw. eindeutige Auffälligkeiten.
(Schuleingangsuntersuchungen Kreis Gütersloh 2018).

Übergewicht und sehr starkes Übergewicht (Adipositas) bergen große Risiken.
Sie sind mitbestimmende Ursache vieler Erkrankungen, deren Symptome mittlerweile schon im Kindesalter auftreten:

  • Glucosetoleranzstörung, Diabetes mellitus (Typ 2)
  • Chronische Entzündungen
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörung
  • Überbelastung des Bewegungsapparates
  • psychische Belastungen

Forschungen bestätigen, dass ein in jungen Jahren höheres Körpergewicht häufig bis ins Jugendalter bestehen bleibt.
Da die Entwicklung, die Einstellung und das gesunde Verhalten maßgeblich im Kindesalter geprägt werden ist eine frühzeitige Intervention und Unterstützung besonders wichtig.


Vor diesem Hintergrund...

Vor diesem Hintergrund hat sich der Kreis Gütersloh entschieden, die Themen Ernährung und Bewegung im Rahmen der Kindergesundheit bewusst aufzugreifen.
Zur Umsetzung der Handlungsempfehlung „Prävention und Gesundheitsförderung im Bereich Bewegung und Ernährung“ der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Gütersloh erfolgte 2007 der gesundheitspolitische Beschluss eine Koordinationsstelle einzurichten.
Im Mai 2009 konnte Frau Baum ihre Aufgabe aufnehmen.

Bunte Kinderhände vor einer Schultafel


Ziel der Koordinationsstelle

Ziel ist es, die Akteure aus dem Bereich der Grund- und Förderschulen mit dem Thema Gesundheit zu begeistern.
Wenn Groß und Klein an gesunder Ernährung, Bewegung und Entspannung Spaß haben, werden diese auch mit Freude im (Schul-)Alltag umgesetzt.

Die Angebote zur Gesundheitsförderung der Kinder richten sich an die Trägervertreter und Betreuungskräfte in der OGS, sowie an Lehrkräfte und Schulleitungen der Primarschulen.


Folgendes Spektrum bietet die Koordinationsstelle an:

  • Vorträge, Workshops, Schulungen und Fachtage
  • Passgenaue Konzepte zur Gesundheitsförderung in der OGS
  • Ausleihbare Medien über das Kreismedienzentrum
  • Regelmäßiger Themen-Newsletter mit praktischen Anregungen für die tägliche Arbeit
  • Vorträge im Rahmen der Elternarbeit
  • Unterstützung bei Fragen zur Mittagsverpflegung
  • Informationen über regionale & überregionale Angebote, Projekte und Materialien
  • Unterstützung bei der Auswahl von Ernährungs-, Bewegungs- und Sportangeboten
  • Suche nach Experten und Kooperationspartnern
  • Beratung für die Organisation von Gesundheits-, Aktionstagen und Ferienprojekte


Kontakt

Portrait von Sabine Baum

Sabine Baum
Gesundheitskommunikatorin und Diätassistentin

Sitz:
BIGS - Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontakltstelle des Kreises Gütersloh
(in der Stadtbibliothek Gütersloh)
Blessenstätte 1
333330 Gütersloh

Tel.: 05241 – 82 35 86
E-Mail: S.Baum@kreis-guetersloh.de


Erreichbarkeit

Dienstag bis Freitag
10.00 Uhr bis 13.30 Uhr
sowie Donnerstag
14.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Beratungsgespräche sind auch vor Ort in der OGS/Schule möglich.


Weitere Informationen


Auszeichnungen für beispielgebende Arbeit

Zwei Jahre nach dem Start  wurde das Konzept der Koordinationsstelle als beispielgebendes Projekt in die Landesinitiative "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" aufgenommen. Damit wurde die Arbeit der Koordinationsstelle überregional als beispielgebend für die Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens bewertet.

Ein weiteres Siegel gab es für die Qualitätssicherung. Über die Methode der Partizipativen Qualitätsentwicklung wird eine ständige Verbesserung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention durch eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Projekt, Zielgruppen, Geldgebern und anderen wichtigen Akteuren angestrebt. Dieses wissenschaftlich begleitete Projekt zur Qualitätssicherung wurde ebenfalls in die Landesinitiative aufgenommen und ausgezeichnet.

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs Verhältnisprävention der Gesellschaft für Versicherungswirtschaft und -gestaltung e.V. (GVG) wurden 2017 bundesweit Praxisbeispiele ausgewählt, die die Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen verbessern.
Damit ist die Arbeit der Koordinationsstelle als ein wichtiger Vorreiter auf dem Gebiet der Verhältnisprävention ausgezeichnet worden.

Ich stimme zu, dass diese Seite Cookies für Analysen verwendet.