Adoption

Information für abgebende und annehmende Eltern.

Säugling mit Teddy
Säugling mit Teddy

Unter einer Adoption versteht man die Annahme eines Kindes. Dadurch wird es vollständig in eine neue Familie und deren Verwandtschaftsystem integriert. Gleichzeitig erlöschen alle Verwandtschaftsbeziehungen zu der Herkunftsfamilie. Das Aufwachsen bei Adoptiveltern kann eine gute Alternative für ein Kind sein, dessen leibliche Eltern nicht die gesundheitlichen, sozialen oder ökonomischen Möglichkeiten haben, die Elternrolle selbst verantwortlich zu übernehmen.

Die Adoptionsvermittlungsstelle ist für den gesamten Kreis Gütersloh zuständig. Sie berät Eltern, die ein Kind abgeben oder aufnehmen wollen und im Kreisgebiet Gütersloh leben.

Formen der Adoption:

  • Inkognito-Adoption:

Bei der Inkognito-Adoption erfahren die abgebenden Eltern nicht, wer ihr Kind annimmt. Die Adoptiveltern kennen die Daten und die Geschichte der abgebenden Eltern und die Vorgeschichte des Kindes.



  • Halboffene Adoption:

Bei der Halboffenen Adoption lernen sich die beiden Elternpaare persönlich kennen. Hierzu findet ein Treffen auf neutralem Boden, z.B. in der Adoptionsvermitllungsstelle, statt. Durch das persönliche Gespräch soll den abgebenden Eltern die Freigabe ihres Kindes erleichtert werden. Die annehmenden Eltern sind durch das Kennenlernen später besser in der Lage, ihrem Kind die Fragen zur Herkunft zu beantworten.

  • Offene Adoption:

Bei der offenen Adoption tauschen die Eltern ihre persönlichen Daten (Anschrift) aus. Das ermöglicht spätere Kontakte, die von den Adoptiveltern festgelegt und bestimmt werden .

Offene Adoptionen entwickeln sich häufig aus Pflegeverhältnissen. Wenn die leiblichen Eltern bei langjährigen Pflegeverhältnissen sehen, dass sich ihre Kinder positiv entwickeln und sich in der Pflegefamilie zuhause fühlen, sind sie im Einzelfall bereit, ihr Kind zur Adoption freigeben.

Beratung der abgebenden Eltern/Mutter/Familienangehörigen

Abgebende Eltern/Mütter, oder solche, die sich mit dem Gedanken tragen, das Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben, werden ausführlich informiert und bei der Entscheidungsfindung unterstützt.

Nach der Freigabe kann der Kontakt zur Vermittlungsstelle weitergeführt werden mit der Möglichkeit, über die Entwicklung des Kindes auch später noch informiert zu werden.

Geschwister von Adoptierten und erwachsene Adoptierte können sich auch an die Adoptionsvermittlungsstelle wenden auf der Suche nach anderen leiblichen Familienmitgliedern.

Beratung und Überprüfung von zukünftigen Adoptiveltern.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darin, die Bewerber, die ein Kind adoptieren wollen, zu beraten und zu überprüfen.

Um sie näher kennenzulernen führen wir Einzelgespräche durch, in denen wir über den Beweggrund und die Motive der Aufnahme eines fremdes Kindes sprechen wollen.

Darüber hinaus führen wir Bewerberschulungen durch, um die rechtlichen und formellen Aspekte einer Adoption zu verdeutlichen. In diesen Kursen gehen wir auf die besonderen Bedürfnisse von Kinder ein, die in dem Bewußtsein groß werden, zwei Elternpaare zu haben.

Welche Voraussetzungen sollten sie als Adoptiveltern erfüllen?

Die Motive eines Adoptionswunsches können sehr vielseitig sein und sind oftmals nicht eindeutig. Deshalb sollten sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, weshalb sie ein Kind aufnehmen wollen. Sie sollten sich Zeit nehmen, gemeinsam darüber zu sprechen. Wir möchten Ihnen Anregungen zum Weiterdenken geben.

  • Aus welchem Grund möchten sie ein Kind adoptieren?
  • Wie gehen sie mit der eigenen Kinderlosigkeit um?
  • Können sie offen und tolerant mit der Geschichte umgehen, die das Adoptivkind bereits erlebt hat?
  • Sind sie als Adoptiveltern gesundheitlich und psychisch belastbar, da ein Adoptivkind oft vielschichtige Probleme in die Familie bringt und ihre Geduld testet?
  • Können sie dem Kind ein harmonisches Familienleben bieten?
  • Haben sie besonders in der Anfangszeit genügend Zeit, sich um das Kind zu kümmern?
  • Was halten die eigenen Kinder (sofern vorhanden) von der Idee, ein fremdes Kind aufzunehmen?
  • Können sie sich vorstellen ihr Kind über seine Herkunft aufzuklären?
  • Können sie sich vorstellen ihr Kind bei der Suche nach seine Herkunftseltern zu unterstützen und zu begleiten?

Was müssen sie tun, um Adoptiveltern zu werden?


Nach der formalen Bewerbung mit den entsprechenden Unterlagen finden mehrere Einzelgespräche statt. Zur Vorbereitung der künftigen Adoptiveltern gehört eine umfassende Schulung, bei der alle wichtigen Themen aus diesem Bereich mit anderen Bewerberpaaren (6-8 Paare) gemeinsam erarbeitet werden.

Die Schulung findet an fünf Abenden mit einer jeweiligen Dauer von ca. drei Stunden statt. Es ist wichtig, dass beide Partner an den Schulungsabenden gemeinsam teilnehmen.

Nach der Schulung wird mit jeder Familie einzeln über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Schulungskurs gesprochen. Dabei werden einige Möglichkeiten und Grenzen zur Aufnahme des Adoptivkindes erörtert.


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