Das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW"

Als erstes Flächenland führt Nordrhein-Westfalen einen systematischen Übergang von der Schule in den Beruf ein.

Das Logo des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW"
Das Logo des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW"

Das Landesvorhaben "Neues Übergangssystem NRW" - jetzt "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW" - wurde am 18. November 2011 vom Ausbildungskonsens NRW beschlossen.

Bereits 2012 machten sich 7 Referenzkommunen (Städteregion Aachen, Bielefeld, Kreis Borken, Dortmund, Rheinisch-Bergischer Kreis, Mülheim und der Kreis Siegen-Wittgenstein) auf den Weg, das Landesvorhaben umzusetzen. Der Kreis Gütersloh hat sich als eine von 23 nachfolgenden Kommunen im Januar 2013 angeschlossen. Der erste Schritt, die Einrichtung einer Kommunalen Koordinierung mit 3,5 Stellen, ist erfolgt. Unter der Devise "Prävention statt Reaktion" sollen im Landesvorhaben künftig alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen frühzeitig bei der Berufsorientierung, der Berufswahl und beim Eintritt in eine Ausbildung oder ein Studium unterstützt werden. Unnötige Warteschleifen und Ausbildungsabbrüche sollen durch das kommunal koordinierte Gesamtsystem vermieden werden. Bedeutende Gelingensfaktoren sind der Einsatz von sogenannten Standardelementen, die schrittweise für alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab Klasse 8 eingeführt werden. Dazu zählen

  • die Einrichtung von Berufsorientierungsbüros in allen weiterführenden Schulen,
  • Portfolioinstrumente,
  • Potenzialanalysen / Kompetenzchecks,
  • Praxisphasen: Berufsfelderkundung, Praktika, Studienorientierung,
  • Übergangsgestaltung.

Die Potenziale und Kompetenzen von Jugendlichen sollen frühzeitig und individuell festgestellt und anhand von praktischen Lernanteilen, wie z. B. der Berufsfelderkundung, überprüft werden. Eine berufliche Anschlussvereinbarung ist Grundlage für die nächsten Schritte bis hin zur Ausbildung bzw. zum Studium und soll gewährleisten, dass "kein Abschluss ohne Anschluss" erfolgt.

Im gemeinsamen Prozess mit der Kommunalen Koordinierung und den Partnern im Landesvorhaben sollen verschiedenste Ziele im Bereich der

  • Berufs- und Studienorientierung / Lebensplanung sowie der
  • Berufsvorbereitung und -ausbildung / Integration in die Arbeitswelt

umgesetzt werden. Dieser Prozess wird nach der Aufbauphase voraussichtlich Ende 2018/19 abgeschlossen sein und spätestens dann auch im Kreis Gütersloh seine Wirkung zeigen.

Erklärfilm KAoA

Das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" wird in einem Erklärfilm des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen in 180 Sekunden erklärt. Es ist auch möglich, den Film mit Untertiteln zu gucken.

Berufsfelderkundungen - Chance zur Gewinnung von Fachkräftenachwuchs

Dies ist der Titel eines Flyers, den der Verband Freier Berufe im Lande NRW, die Landwirtschaftskammer NRW, die Industrie- und Handelskammern in NRW, die Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW und der Westdeutsche Handwerkskammertag gemeinsam herausgegeben haben.

Die Standardelemente des neuen Landesvorhabens sehen vor, dass alle Schülerinnen und Schüler - nachdem sie in Klasse 8 eine eintägige Potenzialanalyse zur Identifikation ihrer Interessen und Stärken durchlaufen haben - jeweils 3 Schnuppertage in unterschiedlichen Berufsfeldern durchführen.

Die wichtigsten Partner in "Kein Abschluss ohne Anschluss" sind:

  • Agentur für Arbeit
  • Arbeitgeber
  • Bezirksregierung / Schulaufsicht
  • Bildungsträger
  • DGB
  • Kammern
  • Kommunen
  • Jobcenter
  • Jugendämter
  • Schulen der Sek. I und Sek. II
  • Verbände

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