Ida Kottmann: Nirgendwo lernt man so viele Leute kennen, wie in der Pressestelle

 

Ein Chef, der schon bei der telefonischen Bewerbung und dem ersten Email-Verkehr humorvoll und sympathisch rüberkommt?

Da muss ein Haken sein! Genau das waren meine Gedanken nachdem die Bewerbung in der Pressestelle um ein Praktikum, so problemlos und nett verlaufen ist.


Zwei Telefonate, drei Emails, Datum und Uhrzeit… „Wir freuen uns!“. Wenn man aus dem Ruhrpott ins platte Land zieht, ist man so viel Freundlichkeit gar nicht gewohnt.

 Als beruflich Orientierungslose und Abiturientin (aka Nichts Könnerin mit Abschluss) ist man da schon mal eine ganze Woche vor Praktikumsbeginn aufgeregt, in den Arbeitsalltag einzusteigen. Völlig zu Unrecht! Trotz des positiven ersten Eindrucks, habe ich nicht erwartet, mich vom ersten bis zum letzten Moment so gut aufgehoben zu fühlen. Ob es das morgendliche gemeinsame Schweigen beim Lesen der Zeitungen und zusammenstellen des Pressespiegels ist oder einfach die zweiminütigen Pausen in denen Jan rüberkommt um eben den neusten Witz der ihm zugetragen wurde auch an uns weiterzuleiten.

Neben lockeren und produktiven kollegialen Umgang, habe ich in der kurzen Zeit von 6 Wochen auch eine Menge fachliches Wissen der Pressearbeit mitgenommen.

Schon nach kurzer Zeit durfte ich von der Vorbereitung, über den Pressetermin bis zur Veröffentlichung der Mitteilung Aufgaben selber übernehmen, ohne mich jemals hilflos oder überfordert gefühlt zu haben. In der Pressestelle läuft es so: du darfst ganz viel, musst aber nichts. Am Ende kann man doch wesentlich mehr, als man sich selber zutraut und wenn man dann doch mal nicht weiterkommt oder überfragt ist, sitzt die Rettung nur einen Schreibtisch weiter. Fragen darf man auch gerne ein zweites oder drittes Mal stellen. Wenn dann die erste Pressemitteilung  fix und fertig ist, der Name drunter steht und es auf der kreiseigenen Seite veröffentlicht ist, kann man auch ein bisschen stolz sein. Der beste ‚Nebeneffekt‘ dieser Arbeit ist allerdings, dass man innerhalb von kürzester Zeit unglaublich viele Leute kennenlernt. Es gibt nur eine Dezernentin, der ich nicht die Hand geschüttelt habe. Die Mitarbeiter im Kreishaus treten dir allesamt freundlich und offen gegenüber, ganz egal welche Stellung sie bekleiden. Schnell ist man beim Mittagessen in ein nettes Gespräch verwickelt oder tauscht sich mit dem Landrat über seine bisherigen Erfahrungen beim Prakt