Solidarisches Schülerticket

Auch Kreisausschuss mehrheitlich für Wechsel zurück zum Westfalenticket

Im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport hatte Kreisdirektorin Susanne Koch vergangene Woche daran erinnert, dass das SchülerTicket Westfalen bis zum Ende des Schuljahres 2022/2023 Standard an den beiden weiterführenden Schulen war. Damals sollte das solidarische Schülerticket, das auch Schülerinnen und Schüler erhalten, die aufgrund der Wohnortnähe zur Schule keinen Anspruch auf ein Schülerticket haben, auf die Berufskollegs ausgeweitet werden. Da zu der Zeit das Deutschlandticket günstiger war als das SchülerTicket Westfalen, erfolgte der Wechsel auf das bundesweit gültige Ticket. Der damalige Beschlussvorschlag: Das Deutschlandticket ersetzt das SchülerTicket Westfalen, so lange es günstiger ist. Jetzt ist es nach der jüngsten Preisanpassung jedoch teurer, daher der Wechsel zurück. Bei den Berufskollegs ist aufgrund ihrer größeren Einzugsgebiete das SchülerTicket Westfalen teurer als das Deutschlandticket, dort bleibt es wie gehabt. Der einst von der Politik beschlossene Probezeitaum für das Schülerticket im Solidarmodell endet mit dem Schuljahr 2026/2027. Über eine Fortführung hätte die Kreispolitik neu zu entscheiden.  

Die Ersparnis für die Kommunen, aus denen Schülerinnen und Schüler die beiden Schulen besuchen, beträgt durch den Wechsel zurück zum SchülerTicket Westfalen rund 230.000 Euro im Jahr. Rund 80 Prozent der Einsparungen müssen jedoch durch den Kreis als ÖPNV-Aufgabenträger wieder aufgefangen werden, netto bliebe eine Ersparnis von rund 45.000 Euro. Diese Mehrkosten für den ÖPNV sind über die Kreisumlage, also von allen 13 Kommunen zu tragen. Beispielhaft bedeutet das für die Stadt Werther/Westf.: Die Stadt spart rund 48.000 Euro bei den Schülertickets, die Mehrbelastung über die Kreisumlage beträgt rund 4.300 Euro.