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Tag der Archive
Heimat- und Familienforschung aus verschiedenen Perspektiven

© Kreis Gütersloh
Lukas Koch, Kreisarchiv Gütersloh, beim Tag der offenen Tür.
Um die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die nach 1945 nach Gütersloh gekommen sind, ging es in einem Vortrag der Historikerin Dr. Claudia Kemper vom LWL-Institut für Regionalgeschichte. Anschließend diskutierte sie auf einem Podium mit Kreisheimatpfleger Rolf Westheider und Olesia Malikova (Gütersloher Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration) über den Wandel des Heimatbegriffs und seine aktuelle Bedeutung. Einigkeit herrschte am Ende darüber, dass Heimat sich nicht von politischen oder ideologischen Leitlinien bestimmen lassen sollte. Sie entsteht immer da, wo Menschen zusammenkommen und sich für ihre Gemeinde oder Region einsetzen. Zu einem ähnlichen Fazit kommt auch der Film ‚Von Anderswo nach Gütersloh‘, der im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurde. Salih Yayar und Gertraud Theermann porträtierten dafür zehn Menschen, die in den vergangenen Jahrzehnten in Gütersloh ihre neue Heimat gefunden haben.

© Kreis Gütersloh
Auf dem Bücherflohmarkt konnten Besucherinnen und Besucher stöbern.
Die Besucherinnen und Besucher erhielten darüber hinaus Hintergrundinformationen zur Familienforschung und Archivarbeit. Der Historiker Christian Loefke zeigte in einem Vortrag, wie sich Kirchenbücher, Steuerlisten und Dokumente aus der Zeit der Grundherrschaft zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte nutzen lassen. Julia Kuklik, Leiterin des Stadtarchivs, und Kreisarchivar Ralf Othengrafen führten durch die sonst nicht zugänglichen Magazinräume der Archive und gaben Einblicke in die Entstehung und den Erhalt von Archivbeständen.
Die Ausstellung ‚Alte Heimat – Neue Heimat‘ ist während der Gütersloher ‚Lange Nacht der Kunst‘ am kommenden Samstag, 16. Mai, von 19 bis 0 Uhr sowie zu den regulären Öffnungszeiten des Stadt- und Kreisarchivs bis zum 11. Juni zu sehen.