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Netzwerk der Beratungsdienste im Kreis Gütersloh
Zehn Jahre Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit

© Kreis Gütersloh
Gaben Impulse und organisierten die Veranstaltung: (v.l.) Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan (Universität Duisburg-Essen), Anna zur Heiden (damals Sachgebietsleiterin im Kommunalen Integrationszentrum, heute Abteilungsleiterin Finanzen), Matthias Beermann (Abteilungsleiter Ordnung), Manuel Erdmeier (Abteilungsleiter Kommunales Integrationszentrum), Kathrin Meister (Abteilungsleiterin Leistungen im Jobcenter), Murat Aykanat (Kommunales Integrationszentrum) und Tatjana Rohmann (Abteilung Arbeit, Jobcenter).
Für den fachlichen Impuls konnte Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen, gewonnen werden. Unter dem Titel ‚Zugehörigkeit und Teilhabe stärken – Chancen und Grenzen der Steuerung von Integration‘ beleuchtete er verschiedene Dimensionen von Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Dabei betrachtete Uslucan Integration unter anderem aus psychologischer Perspektive und stellte die Frage in den Mittelpunkt, was Menschen benötigen, um in einer neuen Gesellschaft anzukommen und sich zugehörig zu fühlen. Neben individuellen Voraussetzungen spiele dabei insbesondere die soziale Unterstützung eine wichtige Rolle. Auch Sprache habe eine zentrale Bedeutung für gesellschaftliche Teilhabe – unter anderem mit Blick auf Arbeitsmarkt, Bildung, gesellschaftliche Beteiligung und Zugehörigkeit.
Auch Kommunen kommt nach Einschätzung Uslucans eine besondere Rolle bei der Gestaltung von Integration zu. Sie seien nah an der Lebenswelt der Menschen und könnten Entwicklungen und Probleme frühzeitig erkennen. Zu den Erfolgsfaktoren kommunaler Integrationspolitik zählten unter anderem relevante Akteurinnen und Akteure zu beteiligen, Engagement zu fördern sowie Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Im Anschluss an den fachlichen Impuls stand der Austausch der Teilnehmenden im Mittelpunkt. In drei Arbeitsgruppen beschäftigten sie sich mit den Themen Arbeitsmarktintegration, Aufenthaltsrecht und Teilhabe sowie Integration, Sprache und Teilhabe. Damit knüpfte die Jubiläumsveranstaltung unmittelbar an die Grundidee des Netzwerks an: Voneinander lernen, aktuelle Entwicklungen gemeinsam diskutieren, Wissen bündeln und im direkten Austausch neue Perspektiven für die Beratungs- und Integrationsarbeit entwickeln.
Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die kommenden Jahre. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die schwierige finanzielle Situation vieler Beratungsdienste wurden dabei als wichtige zukünftige Themen des Netzwerks benannt.