Arbeitsbuch ‚Kinder sicher im Straßenverkehr‘ 

Vom Klassenzimmer auf den Fahrradsattel

Alle beteiligten Akteure und die Kinder stehen auf dem Schulhof und präsentieren das Arbeitsbuch.
Vorbereitung auf die Radfahrprüfung: Jana Bußmann (Klassenlehrerin und stellvertretende Schulleiterin der Overbergschule), Friedrich Flöttmann (K&L Verlag), Polizeihauptkommissarin Dorte Hartmann, Holger Hagedorn (Abteilung Straßenverkehr), Joachim Grothaus (Verkehrsfachberater des Kreises Gütersloh), Regina Schneider (K&L Verlag), Verkehrshelfer Wolfgang Niemann (Verkehrswacht Kreis Gütersloh) und Bruno Wiemann (1. Vorsitzender des Verkehrswacht Kreis Gütersloh e.V.) mit den Schülerinnen und Schülern der Overbergschule. Foto: Kreis Gütersloh

An der Overbergschule hat Klassenlehrerin und stellvertretende Schulleiterin Jana Bußmann mit ihren Schülerinnen und Schülern bereits in der dritten Klasse erste kleine Theorieübungen gemacht. So konnten die Lehrkräfte einschätzen, welche Erfahrungen die Kinder mit dem Fahrrad und im Straßenverkehr schon mitbrachten. In der vierten Klasse ging es dann mit dem Arbeitsbuch richtig los: Die Kinder lernten, was die verschiedenen Verkehrszeichen bedeuten, wer wann Vorfahrt hat und worauf sie insbesondere beim Abbiegen achten müssen.

Und wie sah es mit der Praxis aus? Nach der Theorie ging es für die Kinder vom Klassenzimmer auf den Fahrradsattel. An drei praktischen Ausbildungstagen kam Polizeihauptkommissarin Dorte Hartmann gemeinsam mit Verkehrshelfern der Verkehrswacht an die Schule. Dabei konnten die Kinder das Gelernte direkt auf dem Fahrrad umsetzen. Sie übten beispielsweise, beim Abbiegen das Handzeichen lange genug zu halten, sicher links abzubiegen oder an Hindernissen vorbeizufahren.

Auch die Fahrräder selbst wurden unter die Lupe genommen. Die Expertinnen und Experten überprüften, ob die Räder verkehrssicher waren. War alles in Ordnung, gab es eine Prüfplakette.

„Die Arbeit von Polizei und Verkehrswacht ist ein wichtiger Baustein der Radfahrausbildung. Das Arbeitsbuch ergänzt die praktischen Übungen und hilft den Kindern, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen“, erklärte Holger Hagedorn vom Straßenverkehrsamt des Kreises Gütersloh.

Bei den praktischen Übungen wurde auch deutlich, wie unterschiedlich die Erfahrungen der Kinder auf dem Fahrrad waren. Während einige bereits sicher unterwegs waren, fehlte anderen noch etwas Routine. Umso wichtiger ist es, dass Eltern regelmäßig mit ihren Kindern das Radfahren üben – und zwar nicht nur auf dem Schulhof, im Garten oder auf einem Parkplatz. Denn im Straßenverkehr müssen die Kinder nicht nur ihr Fahrrad beherrschen, sondern gleichzeitig auch ihre Umgebung im Blick behalten und auf andere Verkehrsteilnehmer reagieren können.

Am Montag wird es für die Viertklässler der Overbergschule dann ernst: Bei der Radfahrprüfung können sie zeigen, was sie in den vergangenen Wochen gelernt haben, und so ihren Fahrradführerschein machen.