Preis für Studie aus dem Rettungsdienst des Kreises Gütersloh

Auszeichnung für Atemwegssicherung 

Dr. Julia Grannemann (l.) und Paula Sophie Niewöhner halten die Auszeichnung in die Kamera. Die Medizinstudentin Niewöhner wurde in Koblenz für eine Studie zur Atemwegssicherung ausgezeichnet, die sie mit dem Kreis Gütersloh durchgeführt hat..  Foto: Kreis Gütersloh

Im Zentrum der ausgezeichneten Untersuchung stand die Frage, welche Verfahren der Atemwegssicherung sich während einer laufenden Reanimation unter realitätsnahen Bedingungen besonders bewähren. Die Studie wurde im vergangenen Jahr im Studieninstitut Westfalen-Lippe durchgeführt. In aufwendigen Simulationsszenarien testeten Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter des Kreises Gütersloh verschiedene Methoden der Atemwegssicherung während einer Reanimation. 

Durchgeführt wurde die Untersuchung von Paula Sophie Niewöhner, Medizinstudentin an der Ruhr-Universität Bochum. Sie verantwortete sowohl die Simulationen als auch die Datenauswertung und bereitete die Ergebnisse im Rahmen ihrer Doktorarbeit wissenschaftlich auf. Beim Notfallkongress stellte sie die Ergebnisse der Fachöffentlichkeit vor und wurde für ihre Arbeit mit dem Young Emergency Preis ausgezeichnet.

Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von Dr. Julia Grannemann,  stellvertretende Ärztliche Leiterin Rettungsdienst des Kreises Gütersloh. Weitere maßgebliche Beteiligte waren Privatdozent Dr. Gerrit Jansen von der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin des Johannes-Wesling-Klinikums Minden sowie Dr. Bernd Strickmann, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Kreises Gütersloh.   Die Auszeichnung unterstreicht die zunehmende Bedeutung wissenschaftlicher Arbeit im Rettungsdienst. Der Kreis Gütersloh beteiligt sich seit Jahren an Studienprojekten und initiiert eigene Forschungsarbeiten, um die präklinische Notfallversorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Langfristig könnten die gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Kreislaufstillstand weiter zu verbessern. Zugleich zeigt die Studie das fachliche Potenzial, das im Berufsbild der Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter liegt. 

Strickmann dankte besonders den beteiligten Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern aus dem Kreis Gütersloh, die mit großem Engagement an den Simulationen teilgenommen haben. Bei der Preisverleihung betonte ihrerseits Paula Sophie Niewöhner, dass die Studie ohne deren Unterstützung und praktisches Fachwissen nicht möglich gewesen wäre.