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Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Alle zwei Jahre schreiben das Bundespräsidialamt und die Körber-Stiftung den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus.
Die aktuelle Wettbewerbsrunde zum Thema "Essen und Trinken" läuft vom 1. September 2026 bis 28. Februar 2027. Teilnehmen können alle Kinder und Jugendlichen bis 21 Jahre, egal ob im Klassenverband, als Arbeitsgemeinschaft oder mit Einzelbeiträgen. Alle Informationen rund um die Teilnahme gibt es auf der Homepage des Wettbewerbs.
Auf dieser Seite präsentieren wir Anregungen und Quellenbeispiele zum Ausschreibungsthema aus den Beständen des Kreisarchivs. Sollten Sie oder Ihre Klasse eines dieser Themen vertiefen wollen oder mit eigenen Ideen für einen Wettbewerbsbeitrag im Kreisarchiv Gütersloh forschen wollen, hilft Ihnen unsere Archivpädagogik gerne weiter.
Gemeinsam mit dem Historischen Museum Bielefeld und der Körber-Stiftung organisiert das Kreisarchiv eine regionale Auftaktveranstaltung für Lehrkräfte am 23.09.2026 in Bielefeld. Hier können Sie das Programm herunterladen und hier geht es direkt zur Anmeldung.

© Körber-Stiftung
Themenbeispiele für den Geschichtswettbewerb "Essen und Trinken" (September 2026 - Februar 2027)
Die Landkreise Halle und Wiedenbrück sind hervorragende Beispiele für die Industrialisierung vo Nahrungs- und Genussmitteln im 19. Jahrhundert. Aus bäuerlicher Eigenbetrieben wurden professionelle und moderne Fabriken, vor allem für die westfälischen Spezialitäten wie Wurst und Branntwein. Auch die weiterhin in weiten Teilen des Kreises wichtige Landwirtschaft war auf Wachstum und technische Modernisierung ausgelegt, um den steigenden Bedarf an verarbeiteten Nahrungsmitteln zu sichern.

© Kreisarchiv Güterslolh
Erntedankfeste und dörfliche Gemeinschaft
Gute Ernten und ausreichende Ernährung waren über Jahrhunderte keine Selbstverständlichkeit. Deshalb haben Erntedankfeste eine lange Tradition. Dabei lässt sich gar nicht genau sagen lässt, ob das Dorffest mit Speis und Trank und einem Umzug oder die religiöse Tradition mit Gottesdiensten, Prozessionen und geschmückten Kirchen weiter zurückreichen
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© Kreisarchiv Gütersloh
Wurstküche Westfalens
Die industrielle Herstellung von Fleisch- und Wurstwarenindustrie ist ein wichtiges Kapitel der Wirtschaftsgeschichte des heutigen Kreises Gütersloh. Der frühe Eisenbahnanschluss Güterslohs im Jahr 1847 erleichterte die Anlieferung von Schlachtvieh und den Versand der Wurstwaren.
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© Heimatverein Gütersloh
Alkohol - wirtschaftlicher Erfolgsfaktor und soziales Problem
Wie in vielen ländlichen Regionen gehörte die Herstellung und der Genuss von Branntwein fest zur Wirtschafts- und Alltagsgeschichte des heutigen Kreises Gütersloh. Mit dem „Steinhäger“ Wacholderbrand stammt eine überregional bekannte Spirituose aus der Region. Hochprozentiger Alkohol führte jedoch nicht nur zu guten Umsätzen, sondern auch zu sozialen und persönlichen Problemen.
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© Kreisarchiv Gütersloh / Ludwig Klack
Professionalisierung der Landwirtschaft
Mit dem Aufkommen der Industrie und dem Wachstum der Städte wandelten sich auch die Anforderungen an die Landwirtschaft. Die Höfe produzierten nicht mehr für den Eigenbedarf einer Familie oder der Dorfgemeinschaft, sondern für den Markt und die Versorgung der Stadtbevölkerung. Gleichzeitig standen dafür weniger Arbeitskräfte zur Verfügung.
Neben dem Einzug neuer Technik wurde diese Aufgabe durch eine Modernisierung der Ausbildung bewältigt.
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© Landeskirchliches Archiv der evangelischen Kirche von Westfalen.
Die "Mobilmachung" der Ernährung im Ersten Weltkrieg
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 herrschte Hochsaison in der Landwirtschaft. Die Aufrechterhaltung der Ernte und die Sicherung der Ernährung für das kommende Jahr waren daher von Beginn an ein zentraler Aspekt der „Mobilmachung“ im zivilen Bereich.
Die Heranziehung von Schulkindern und Kriegsgefangenen zur Landarbeit spielte in den Kreisen Halle und Wiedenbrück eine wichtige Rolle. Mangelwirtschaft und Not in den letzten Kriegsjahren konnte dadurch aber nicht verhindert werden.
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© Kreisarchiv Gütersloh
Reines Wasser einschenken
Historisch und geografisch ist es keineswegs selbstverständlich, jederzeit und fast „frei Haus“ genügend einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung zu haben.
Verstädterung und Industrialisierung belasteten geraden im 19. Jahrhundert die Wasserqualität und begünstigten Seuchen wie Cholera und Typhus. Ab 1900 kontrollierten Staats- und Gemeindeverwaltungen daher verstärkt, ab den 1930er Jahren flächendeckend die Qualität der öffentlichen Wasserversorgung.
Aus den Beständen des Kreisarchivs lässt sich gut rekonstruieren welche Faktoren das Wassernetz und seine Qualität teilweise heute noch beeinflussen.
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