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Das Schwammstadtmodell des Kreises Gütersloh
Was ist das?
Auf dem Foto ist ein Modell zur Veranschaulichung des sogenannten Schwammstadtkonzepts zu sehen. Mit einer Gießkanne können unterschiedliche Regenereignisse vereinfacht abgebildet werden. Vor Testbeginn ist zunächst die gesamte Wassermenge zu ermitteln. Nachdem das Wasser flächig über das Stadtmodell gegossen wurde, erfolgt die Messung des abfließenden Wassers. Dies ist der Anteil des Regenwassers, welcher bei einem Regenereignis schlagartig von der Kanalisation aufzunehmen ist. Am Modell können im Besonderen die Auswirkungen eines Starkregens veranschaulicht werden. Unter Zuhilfenahme von Schwämmen wird der Einfluss von Klimafolgenanpassungsmaßnahmen, wie Begrünung und Entsiegelung, dargestellt. Diese speichern das Wasser und reduzieren den kurzfristigen Abfluss.

Mithilfe des Schwammstadtmodells kann das sogenannte Schwammstadtkonzept anschaulich demonstriert werden.
Worum geht es?
In einer dicht bebauten, versiegelten Stadt muss die Kanalisation annähernd den gesamten Niederschlag aufnehmen und ableiten. Unversiegelte Flächen, insbesondere Grünstrukturen jeglicher Art, wirken dagegen wie Schwämme. Sie können das Regenwasser aufnehmen, temporär zwischenspeichern und zeitlich versetzt abgeben. Neben der Versickerung in das Grundwasser fördern sie ebenfalls die Verdunstung.
Wen betrifft diese Problematik?
Jeder und jede kann betroffen sein. Der Klimawandel schreitet nachweisbar voran. Unabhängig von einem erhöhten Engagement im Bereich des Klimaschutzes sind viele Auswirkungen nicht vollständig umkehrbar. Mit dieser Problematik beschäftigt sich die Klimafolgenanpassung.
Auch im Kreis Gütersloh werden zukünftig vermehrt Starkregenereignisse und Überschwemmungen auftreten (Quelle: www.klimaatlas.nrw.de). Besonderes Schadenpotenzial weisen urbane Gebieten mit hoher Siedlungsdichte und großen Infrastrukturanlagen auf.
Eine Anpassung an diese Gefahr benötigt eine vorausschauende, langfristige Planung. Die erforderlichen Maßnahmen können im übergeordneten städtebaulichen Rahmen verortet sein sowie durch private Grundstückeigentümer realisiert werden.
Mögliche Anpassungsoptionen sind u.a.:
- Regenrückhaltebecken,
- Begrünungen (Dächer, Fassaden, mobile Pflanzelemente, neue Flächen),
- unterirdische technische Elemente (Rigolen, Zisternen, Schwammsubstrat)
Viele dieser Maßnahmen können in eine Kreislaufwirtschaft eingebunden werden. Beispielsweise ermöglichen Baumrigolen die ganzjährige Versorgung des Stadtgrüns mit gesammeltem Regenwasser. Neben der Entlastung der Kanalisation, bewirken diese zugleich eine wesentlich höhere Verdunstungsrate. In Kombination mit weiteren Anpassungsmaßnahmen kann das Stadtklima wahrnehmbar verbessert werden.
Die einzelnen Projekte stellen in der Gesamtheit das Schwammstadtkonzept dar. Unter dem Ansatz eines fachübergreifenden Handelns, bietet es Handlungsfelder für eine klimaresiliente und lebenswerte Stadt der Zukunft.
Was kann ich tun?
Diese Maßnahmen sind nicht nur der Stadt und den Bauherrenschaften in Neubaugebieten vorbehalten. Auch in bestehenden Siedlungsstrukturen eröffnen sich zahlreiche Handlungsoptionen. Das Aufstellen von Regentonnen, der Einbau von Regenwasserzisternen oder die Begrünung von Hausfassaden oder von Dachflächen sind vielerorts umsetzbar. Ergänzend können Flächen entsiegelt und Gartenanlagen aufgewertet werden. Viele dieser Maßnahmen reduzieren den sommerlichen Wasserbedarf und kühlen zugleich die unmittelbare Umgebung sowie die Innenräume. Außerdem bieten sie der Pflanzen- und Tierwelt neue Lebensräume und Rückzugsorte in der Stadt.
Für weitere Informationen können Sie sich hier das Kapitel zur Klimafolgenanpassung des IKSK herunterladen.


Ansprechpartner:innen
Frau Hollmann
Abt. 4.5.3 - Klimaschutz und Planung
des Kreises Gütersloh
Tel.: 05241 - 85 2710
V.Hollmann@kreis-guetersloh.de