BROSCHÜREN ZUR KREISGESCHICHTE

Seit 2016 gibt das Kreisarchiv zu kreisgeschichtlichen Themen auch kleinere Broschüren heraus. Bisher sind fünf Ausgaben erschienen.

Die Spanische Grippe im Kreis Gütersloh

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Die Spanischen Grippe bricht kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges aus und fordert mehrere Millionen Opfer. Schnell verbreitet sie sich ab dem Sommer 1918 auch in den ehemaligen Kreisen Halle und Wiedenbrück. Eines der ersten Opfer ist der 23jährige Gütersloher August Varnholt, Schütze einer Maschinengewehr-Kompagnie. Er erkrankt während seines Heimaturlaubes „an Lungenentzündung, die jetzt seinen Tod herbeiführte“, wie es in der Todesanzeige heißt. Im Herbst 1918 steigen die Infektionszahlen und damit auch die Todesfälle auf einen Höchststand. An den Schulen sind teilweise über die Hälfte der Kinder erkrankt, einzelne Schulschließungen – etwa der evangelischen Schule in Avenwedde – sind die Folge. Alleine in Werther sterben Anfang November täglich fünf bis sechs Menschen.  Erst im März 1919 wird die Spanische Grippe an Wucht verlieren, es folgen allerdings noch mehrere „normale“ Grippewellen. Obwohl mehrere hundert Menschen der Pandemie in unserer Region zum Opfer fallen, gelangt sie erst jetzt – infolge der Corona-Pandemie – stärker ins Bewusstsein der Menschen. Die Broschüre erlaubt Einblicke in das Leiden der Opfer und ihrer Hinterbliebenen, in das behördliche Wirken, aber auch generell in den Umgang der Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Seuchen und Krankheiten.

Die militärische Vorbereitung der Jugend während des Ersten Weltkrieges

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Bereits kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges leitete die preußische Regierung Maßnahmen ein, um auch die Jugend an das Militär heranzuführen. Diese Idee war nicht neu, schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte es entsprechende Überlegungen und Initiativen gegeben. Sogar über eine allgemeine militärische Vorbereitungspflicht für alle männlichen Jugendlichen ab dem 15. Lebensjahr hatte der preußische Kriegsminister 1913 nachgedacht. Die in weiten Bevölkerungsschichten verbreitete Euphorie nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges versuchte die preußische Regierung nun für eine freiwillige Vorbereitung auf den Militärdienst zu nutzen. Dieses Thema ist vom Kreisarchiv für den Kreis Gütersloh erstmalig umfassend aufgearbeitet worden. Die 32seitige Broschüre steht Ihnen als Download zur Verfügung, kann aber auch über das Kreisarchiv bezogen werden: Kreis Gütersloh, Kreisarchiv, 33324 Gütersloh, archiv@kreis-guetersloh.de, 05241-852003. Begleitend zur Broschüre lädt auch eine digitale Ausstellung zu dem Thema auf der Internetseite des Kreisarchivs zum Besuch ein.


"Hinaus zum Kampfe". Die Chronik des Haller Rektors Christian Frederking zum Ersten Weltkrieg

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„Krieg! Mobilmachung!“ verkündet ein Telegramm, das die kleine Stadt Halle in Westfalen am Samstag, den 1. August 1914 erreichte. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht. Polizeisergeant Höfener fuhr mit dem Fahrrad durch die Straßen und machte bekannt: „Es ist mobil!“. Eindrücke wie diese notierte Christian Frederking, der Rektor der Höheren Privatschule, in seiner Chronik zum Ersten Weltkrieg. Die spannendsten Auszüge aus der Kriegschronik sind nunmehr in einer 60seitigen Broschüre zusammengefasst. Sie entstand als Kooperation der Haller ZeitRäume mit dem Kreisarchiv Gütersloh. Christian Frederking beobachtete von Halle aus die Kriegslage, fing Stimmungen und Gespräche ein, und er hielt Ereignisse fest, die so zeit- und lebensnah allenfalls in Tagebüchern und Feldpostbriefen dokumentiert sind. Es geht um die überzogene Angst vor Spionage und Sabotage in den ersten Tagen nach dem Kriegsausbruch, um die die Entbehrungen an Nahrungsmitteln und Heizmaterial mit fortschreitendem Kriegsverlauf, aber auch um den Stolz auf Halle als Garnisonsstadt. Die Broschüre steht Ihnen als Download zur Verfügung, kann aber auch über das Kreisarchiv bezogen werden: Kreis Gütersloh, Kreisarchiv, 33324 Gütersloh, archiv@kreis-guetersloh.de, 05241-852003. Begleitend zur Broschüre kann auf der Internetseite des Kreisarchivs  auch eine digitale Ausstellung zu dem Thema betrachtet werden.


"Den Landrat als ihren natürlichen Ratgeber zu betrachten"

Titel der Broschüre "Den Landrat als ihren natürlichen Ratgeber zu betrachten"

Pünktlich zum 200jährigen Jubiläum des Kreises Gütersloh hat das Kreisarchiv eine kleine Broschüre zur Geschichte des Kreises Gütersloh und seiner Vorgänger Halle (Westf.) und Wiedenbrück herausgeben. Wer waren die Landräte, die hier gewirkt haben? Welche historischen Ursprünge haben Kreistag und Kreisausschuss? Welche Aufgaben mussten die Kreisverwaltungen im Laufe ihrer Geschichte stemmen? Wieso gab es immer wieder Diskussionen über den Fortbestand einzelner Kreise? Auch die übergeordneten historischen Ereignisse - Revolutionen, Systemwechsel, Kriege - und ihr Einfluss auf die örtlichen Verhältnisse fließen in die Betrachtung mit ein. Die Broschüre steht Ihnen als Download zur Verfügung, kann aber auch über das Kreisarchiv beszogen werden: Kreis Gütersloh, Kreisarchiv, 33324 Gütersloh, archiv@kreis-guetersloh.de, 05241-852003.



"Meine liebe gute Hanna...". Briefe von Peter August Böckstiegel an seine Verlobte

Titel der Broschüre "Meine liebe gute Hanna..."

Die Broschüre "Meine liebe gute Hanna..." beleuchtet die intensive Korrespondenz Peter August Böckstiegels mit seiner damaligen Verlobten Hanna Müller während des Ersten Weltkrieges. Verfasst wurde sie von Dr. Helga Schoen, die für diesen Beitrag über 500 Briefe Peter August Böckstiegels ausgewertet hat. Seit ihrer Pensionierung als Leiterin des Sachgebietes Lebensmittelüberwachung beim Kreis Gütersloh hat sich Dr. Schoen ausführlich mit dem Künstler beschäftigt und seine in der deutschen Schreibschrift verfassten Briefe in die heutige Schreibweise übertragen. Die Broschüre offenbart spannende Einblicke nicht nur in die künstlerische Entwicklung Böckstiegels während des Ersten Weltkrieges. Auch seine politischen Ansichten, seine fortdauernden Hoffnungen auf Frieden und seine Eindrücke vom Soldatenleben kommen in den Briefen immer wieder zum Ausdruck. Und natürlich thematisiert die Autorin die Beziehung Peter August Böckstiegels zu Hanna. Schließlich hatten sie sich erst kurz vor Ausbruch des Krieges kennen gelernt. Die Broschüre ermöglicht damit einen intensiven Blick auf das Leben des Künstlers. Bereits in zwei Beiträgen für die Heimatjahrbücher des Kreises Gütersloh 2015 und 2016 hat sich Dr. Schoen mit dem Thema befasst. Die Broschüre fasst nun die beiden Beiträge in überarbeiteter Form zusammen und ergänzt sie um weiteres Bildmaterial. Herausgegeben wird sie vom Kreisarchiv Gütersloh, das den schriftlichen Nachlass Peter August Böckstiegels und damit auch seine Briefe an Hanna Müller verwahrt. Die Broschüre ist für eine Schutzgebühr von drei Euro im Böckstiegel-Haus erhältlich. Sie kann auch per Mail unter info@boeckstiegel-haus.de bestellt werden.


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