Schul- und Unterrichtsentwicklung

Projekt Schule und Digitale Bildung


Neues aus dem Kooperationsprojekt „Schule und digitale Bildung“ - Informationen, Veranstaltungen, Evaluationen

 

Das Zentrum für digitale Bildung und Schule (ZdB) und die Projektpartner in der Bildungsregion Kreis Gütersloh blicken auf gelungene Online-Veranstaltungen mit unterschiedlichen Akteursgruppen und Teilnehmer*innen zurück.

 

Anfang März veranstaltete das ZdB online einen Erfahrungsaustausch zum Thema „Lernplattformen: Zeitgemäße Wege für das Lernen in der Schule und in Distanz“ mit über 90 Teilnehmenden. Den Einstieg in diesen interessanten und themenreichen Nachmittag bildete eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Schüler, Lehrkräfte und Eltern. Nach dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ konnten sich die Teilnehmenden anschließend in 15 Workshops zu unterschiedlichen Plattformen und unterschiedlichen Facetten des Themas austauschen. Es ging darum, die Bandbreite der Möglichkeiten aufzuzeigen, Orientierungshilfe zu geben, Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und den Dialog zwischen Schulen und Schulträgern zu fördern. Akteure hier aus der Region, aber auch anderen Bundesländern trugen zur positiven Resonanz dieser Veranstaltung bei.

 

Auch wenn die Fortbildungstage coronabedingt digital stattfinden mussten, so konnten die geplanten Module und Bausteine aus der Maßnahme UEdigital – ein Pilot zur Unterrichtsentwicklung in der Kultur der Digitalität wie geplant im April und Mai umgesetzt werden: Die teilnehmenden Lehrkräfte aus den 11 Pilotschulen konnten sich im Rahmen der Fortbildung mit interessanten Themen wie „Teamentwicklung“ sowie der Methode „Lesson Study“ beschäftigen – Grundvoraussetzungen, um Unterricht gemeinsam zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Eine andere Gruppe innerhalb der Pilotschulen hat sich mit Fragen der „Steuerung und Gestaltung des Projektverlaufs“ sowie zu „Strategien und Strukturen verbindlicher Kommunikation“ befasst, um die benötigten Rahmen für die schulischen Entwicklungsprozesse zu schaffen. Auch die Zusammenarbeit mit den Schulentwicklungsbegleitern hat an den meisten Schulen begonnen.

 

Zur Unterstützung von Schulträgern und Schulen in Bezug auf ihre Elternkommunikation hat das ZdB einen Fragenkatalog entwickelt. Das Dokument basiert auf real gestellten Elternfragen, die ein großes Spektrum im Handlungsfeld schulische Digitalisierung abdecken. Die Elternfragen sind generell als eine Art Checkliste für Schulträger und Schulen gedacht. Gleichzeitig bietet der Fragenkatalog darüber hinaus auch einige vorformulierte Musterantworten an. Die Inhalte können ganz oder in Teilen übernommen, aber auch an die Situation der Schule bzw. des Schulträgers angepasst und individuell veröffentlicht werden.

Das ZdB hofft, mit diesem Fragenkatalog die Kommunikation in Richtung Eltern unterstützen zu können und freut sich über Rückmeldungen zum Dokument und seinen Inhalten, damit diese im Laufe der Zeit nutzbringend ergänzt und vervollständigt werden können.

Fragenkatalog_Eltern_final_20210408.pdf (digitale-schule-gt.de)

 

Ebenso konnte die Evaluation verschiedener Unterstützungsangebote, die das Projekt „Schule und digitale Bildung“ für Schulen und Schulträger bereitstellt, beginnen. Die Universität Paderborn erhebt mit Hilfe von Fragebögen und Interviews Daten, um die Bedarfe und Entwicklungen der Schulen und Schulträger zu erfassen. Ziel ist es, die Angebote und Produkte noch passgenauer und bedarfsorientierter gestalten zu können, um den Prozess der Digitalisierung in der Bildungsregion Gütersloh weiterhin zu unterstützen und voranzutreiben.

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Pilotierung der Unterstützungsmaßnahme "UEdigital" ist gestartet

Im Februar konnte die Pilotierung der Unterstützungsmaßnahme zur Unterrichtsentwicklung in der Kultur der Digitalität als Online-Veranstaltung starten. Insgesamt nehmen elf Schulen unterschiedlicher Schulformen aus dem Kreisgebiet Gütersloh an dem bundesweit einzigartigen Pilotprojekt teil.

 

Die vom Zentrum für digitale Bildung und Schule (ZdB) in Kooperation mit dem Kompetenzteam Gütersloh, dem Regionalen Bildungsbüro sowie weiteren Projektpartnern konzipierte Maßnahme besteht aus drei parallel laufenden Angeboten, die komplementär angelegt sind und eine zeitgemäße Unterrichtsentwicklung in den Schulen unterstützen soll.


Aus jeder der teilnehmenden Schulen lassen sich zwei dazu gebildete Gruppen (Professionelle Lerngemeinschaft und Projektentwicklungsgruppe) fortbilden, die die Umsetzung in der eigenen Schule zusammen und nachhaltig gestalten.

Die Unterstützungsmaßnahme für die Professionellen Lerngemeinschaften (PLG, grüner Strang) richtet sich an Lehrkräfte, die ihre Kompetenzen und ihren Unterricht im Team weiterentwickeln, in der Unterrichtspraxis Neues erproben und anschließend reflektieren und weiterentwickeln. In vier inhaltlich aufeinander aufbauenden Modulen lernen die Teilnehmer*innen innovative Methoden und Instrumente kennen, mit denen sie das Potenzial digitaler Medien zur Unterstützung der individuellen Lernprozesse der Schüler*innen im Unterricht nutzen können.

Prozessbegleitend findet die Qualifizierung der schulischen Projektentwicklungsgruppe (PEG, blauer Strang) im Rahmen von fünf Bausteinen statt. Die Projektentwicklungsgruppen sollen zur Sicherung neuer Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Professionellen Lerngemeinschaften beitragen und in den Schulen den Prozess der Unterrichtsentwicklung auf einer steuernden Ebene unterstützen und absichern.

Bei diesem komplexen und intensiven Prozess, der im Rahmen der Pilotierung bis August 2022 geplant ist, werden die Schulen durch Schulentwicklungsbegleiter (SEB, gelber Strang) unterstützt. Ausgerichtet auf die individuellen Bedarfe der Schulen können im Verlauf der Pilotierung zusätzlich max. fünf Termine mit externen professionellen Beratern vereinbart werden.

Die aufeinander abgestimmte, mehrdimensionale und innovative Gestaltung der Fortbildungsangebote stellt für die teilnehmenden Schulen eine qualitativ hochwertige Unterstützung im Bereich der Unterrichtsentwicklung dar. Gleichzeitig sollen aus der Pilotierungsmaßnahme erprobte und bewährte Unterstützungsangebote abgeleitet werden, die zukünftig allen interessierten Schulen zur Verfügung gestellt werden können.

Am 15./16. (Schulgruppe 1) bzw. 22./23. März 2021 (Schulgruppe 2) startet das erste Modul für die Professionellen Lerngemeinschaften.

Ansprechpartner im ZdB sind Antonia Schulte (antonia.schulte@digitale-schule-gt.de) und Christian Ebel (christian.ebel@digitale-schule-gt.de).


Als Ansprechpartner*innen stehen Ihnen zur Verfügung:


Christiane Meier, Tel.: 05241 85-1554

E-Mail: ch.meier@kreis-guetersloh.de


Dr. Norbert Kreutzmann
Leiter des Bildungsbüros

Telefon: 05241 - 85-1528
Fax: 05241 - 85-31528
mail: n.kreutzmann@kreis-guetersloh.de


Pilotierung einer Unterstützungsmaßnahme zur Unterrichtsentwicklung durch das ZdB
Das Zentrum für digitale Bildung und Schule (ZdB) hat in Kooperation mit dem Kompetenzteam Gütersloh sowie weiteren Projektpartnern eine neue Unterstützungsmaßnahme konzipiert, um Lehrkräfte nachhaltig bei der Unterrichtsentwicklung zu unterstützen. Ziel des Angebots ist, Lehrkräfte zu unterstützen, ihre Kompetenzen und ihren Unterricht in gegenseitigem Austausch nachhaltig qualitativ weiter zu entwickeln, um das Potenzial digitaler Medien zur bestmöglichen Unterstützung der individuellen Lernprozesse der Schüler*innen zu nutzen.

Zur Zielgruppe dieser Unterstützungsmaßnahme zählen Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen und -stufen im Kreisgebiet. Die Unterstützungsmaßnahme ist modular und spiralcurricular angelegt und umfasst Präsenzveranstaltungen sowie die Erprobung und Weiterentwicklung von Unterrichtsvorhaben in Professionellen Lerngemeinschaften innerhalb der teilnehmenden Einzelschulen und im eigenen Unterricht der teilnehmenden Lehrkräfte. Die voraussichtlich vier Module erstrecken sich über einen Zeitraum von ca. 1,5 Jahren (Februar 2021 bis August 2022). Inhaltlich gelten wissenschaftliche Erkenntnisse sowie staatliche Vorgaben wie der Orientierungsrahmen für die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung in NRW in der digitalisierten Welt als handlungsleitend. Darüber hinaus wird ein Bezug zum Medienkompetenzrahmens NRW hergestellt.

Auf dieser Grundlage sind folgende Inhaltsbereiche entstanden, die die inhaltliche Grundlage für die Präsenzveranstaltungen bilden

1. Teamentwicklung und Lesson Study,

2. Veränderte Lernkultur (inkl. Aufgaben- und Prüfungsformate), auch in hybriden Lernsettings,

3. Formatives Assessment mit dem Schwerpunkt Diagnostik und

4. Formatives Assessment mit dem Schwerpunkt Feedback.

Da es sich zunächst um eine Pilotierung handelt, kann die Maßnahme vorerst für eine geringe Anzahl von Schulen angeboten werden. Eine Informations- und Prüfveranstaltung hat bereits Ende Oktober 2020 stattgefunden. Ansprechpartner im ZdB sind: Antonia Schulte (antonia.schulte@digitale-schule-gt.de) und
Christian Ebel (christian.ebel@digitale-schule-gt.de).

Als Ansprechpartner steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Norbert Kreutzmann, Tel: 05241 85-1528
Email: n.kreutzmann@kreis-guetersloh.de

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Qualifizierungsmaßnahmen des Zentrum für digitale Bildung und Schule in Zeiten von Corona im Überblick
Aufgrund der aktuellen Situation hat das Zentrum für digitale Bildung und Schule die überwiegende Zahl an Präsenzveranstaltungen zunächst ausgesetzt. So werden aktuell die Fortbildungen für Schulleitungen (DLL) und für schulische Projektentwicklungsgruppen (SPEG) sowie einige Runden Tische als digitale Veranstaltungen durchgeführt.
Weitere Unterstützungsmaßnahmen im digitalen Format sind in Vorbereitung. Geplant ist ebenfalls eine Veranstaltung zum Einsatz von Lernmanagementsystemen. Intensiv arbeitet das Zentrum für digitale Bildung und Schule auch an der Konzeptionierung einer Maßnahmenreihe zur Unterrichtsentwicklung. Diese wird voraussichtlich Ende des Jahres pilotiert.

Im Internet und in der Presse findet man aktuell eine ganze Flut von Hinweisen und Angeboten, für den „Fernunterricht“ in Zeiten von Corona. Die Medienberater des Kreises Gütersloh haben versucht, diesbezüglich eine Orientierungshilfe zu bieten: Sie haben eine Liste erstellt, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lehrende während der Schulschließungen dennoch Lerninhalte und Aufgaben an Ihre Schülerinnen und Schüler verteilen können, wie Sie mit ihnen in Kontakt bleiben und das Lernen unterstützen können. Diese Hinweise sind in einem Dossier gebündelt und in fünf Bereiche gegliedert:
www.kreis-guetersloh.de/themen/bildung/medienzentrum/Bildung_Corona

Darüber hinaus bietet die Lernsoftware Anton in Form einer Lern-App für Schüler eine Möglichkeit, um passend zum Lernplan auch außerhalb der Schule zu lernen. Sie bietet Übungen und interaktive Erklärungen zu ausgewählten Fächern aus dem Schulunterricht, wie bspw. Mathe, Deutsch, Sachunterricht und Musik. Zusätzlich zu diesen Grundfunktionalitäten gibt es die ANTON-Schullizenz als ergänzendes, kostenpflichtiges Angebot für ganze Schulen mit erweiterten Funktionen. Das Zentrum für digitale Bildung und Schule ist bereit, diese Kosten für ein Jahr als Maßnahme zur Soforthilfe in der Corona-Krise für Grund- und Förderschulen zu übernehmen. Weitere Informationen dazu können auf der Homepage des Zentrums für digitale Bildung und Schule unter: www.digitale-schule-gt.de abgerufen werden.

Evaluation des Projekts „Schule und digitale Bildung“ gestartet

Ende letzten Jahres begannen Prof. Bardo Herzig und Lydia Hagemann von der Universität Paderborn mit der Evaluation des Projektes „Schule und digitale Bildung“. Ziel der begleitenden Forschung ist es, die Eignung und Bewährung verschiedener Maßnahmen des Zentrums für digitale Bildung und Schule einzuschätzen und Empfehlungen für Weiterentwicklungen auszusprechen. Dieses Ziel wird in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für digitale Bildung und Schule umgesetzt.

Durch ein dialogorientiertes Vorgehen und eine enge Rückkopplung von Ergebnissen – z.B. auch in die Runden Tische – wird das Projekt kontinuierlich begleitet.

Die Evaluation betrachtet im Besonderen die Qualifizierungsmaßnahmen am Zentrum für digitale Bildung und Schule. Dabei werden stets zwei Perspektiven eingenommen: Innerhalb der Qualifizierungen werden Gewinne für die Teilnehmer*innen identifiziert. Maßnahmenübergreifend wird untersucht, wie die Qualifizierungen in andere Bereiche, in die Schulen selbst und in die Bildungsregion hineinwirken.

Projekt: Schule und Digitale Bildung

Runde Tische: Grenzen überwinden - Dialoge führen

Um den Austausch zwischen Schulen und Schulträger zum Themenfeld der Digitalisierung zu ermöglichen, hat sich das Kooperationsprojekt zur Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Bildungsregion Kreis Gütersloh für das Format der "Runden Tische" auf kommunaler Ebene entschieden. An diesem nehmen die Schulleitungen der jeweiligen Schulen und der Schulträger auch die Medienberatung, die Schulaufsichten der Schulformen und unterschiedlichste Expertinnen/Experten teil.
Die Idee, die runden Tische auf kommunaler Ebene einzuführen und gemeinsam mit allen Beteiligten praktisch zu entwickeln, wurde auf Vorschlag des Projektes in den verschiedenen Gremien der Bildungsregion diskutiert und abgestimmt. Die Runden Tische sollen so weit wie möglich Kommunikation und Abstimmung auf Augenhöhe befördern, die Komplexität des Arbeitsfeldes Digitalisierung auf eine gemeinsame Basis reduzieren und den Aushandlungsprozess zwischen Bedarfsrückmeldung und Einbringen von Unterstützung koordinieren. Somit dienen sie dem Ziel, die Grenzen zwischen inneren und äußeren Schulangelegenheiten zu überwinden und den Grundgedanken der staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft auch in diesem Handlungsfeld umzusetzen.
Die durch diesen Dialog geschaffenen Verständnisse und Ergebnisse können zudem genutzt werden, um die Medienkonzepte der Schulen bzw. die Medienentwicklungspläne der Schulträger weiterzuentwickeln. Darüber hinaus bietet sich eine zusätzliche Gelegenheit für alle Beteiligten in den gemeinsamen Austausch zu kommen. Erfahrungen, Herausforderungen und wertvolle Hinweise in Bezug auf die Entwicklungsschritte können weitergegeben werden, sodass letztlich Synergieeffekte durch diese Struktur entstehen können.

Weitere Informationen zu dem Projekt " Schule und digitale Bildung" sind auf der Homepage des Zentrums für Schule und digitale Bildung unter dem
Link: www.digitale-schule-gt.de zu finden.

Entwicklungen im Projekt "Schule und digitale Bildung"

Bereits 56 Schulen von fünf kommunalen Schulträgern machen sich in der ersten Phase auf den Weg

Die Entwicklungen im Projekt "Schule und digitale Bildung" schreiten weiter voran. Hier einige Stationen: 

  • Im Mai 2018 wurde gemeinsam mit Experten aus der Wissenschaft, Vertretern der Verwaltung, der Lehrer-, Schüler- und Elternschaft sowie mit Vertretern der Schulaufsicht eine Projektvision entwickelt und geschärft.
  • Vor den Sommerferien wurden mit sieben Schulträgern aus fünf Kommunen Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen, so dass in der ersten Phase bereits 56 Schulen am Projekt teilnehmen.
  • Im September 2018 konstituierten sich die ersten Runden Tische, in deren Rahmen die dialogischen Prozesse zwischen Schulen und Schulträgern unterstützt und durch den gemeinsamen Austausch Synergien generiert werden sollen.
  • Derzeit finden zur individuellen Bedarfsermittlung und zur Ist-Stand-Analyse der 56 teilnehmenden Schulen gemeinsame Schulbesuche durch das Projektteam und die Medienberater statt. Die hierdurch ermittelten Bedarfe werden systematisiert, sodass ein bedarfsorientiertes und vielschichtiges Angebotsportfolio an Unterstützungs-leistungen für die Schulen erstellt werden kann.
  • Für den Herbst/Winter werden erste Veranstaltungs- und Qualifizierungsformate insbesondere zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulen sowie der Vermittlung von Good-Practice-Beispielen koordiniert.
  • Mit der Qualifizierungsreihe "Digital Learning Leadership" wird ab dem 8. November 2018 ein spezielles Kursangebot für Schulleitungen in der Bildungsregion angeboten.
  • Mit dem Startpunkt Februar/März 2019 ist eine Maßnahme mit mehreren Modulen für die schulischen Projekt-Steuerungsgruppen in Vorbereitung.


Auftaktveranstaltung "Schule und digitale Bildung"

Foto: © Kreis Gütersloh
Foto: © Kreis Gütersloh

08.06.2018 - Das Zentrum für digitale Bildung veranstaltete im Kreishaus Gütersloh den Auftaktkongress zum Projekt "Schule und digitale Bildung" unter dem Motto "WIR BRINGEN SIE IN VERBINDUNG".
Die rund 200 Gäste setzten sich aus Schülerinnen und Schülern, Elternvertretungen, Lehrpersonen, Schulleitungen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Regierung und Verwaltung zusammen.

Gerahmt wurde das Programm durch die Grußworte des Landrats Sven-Georg Adenauer sowie der Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold Marianne Thomann-Stahl. Moderatorin Verena Gonsch führte die über 200 Gäste durch die halbtägige Veranstaltung im großen Sitzungssaal des Kreishauses Gütersloh.

"Es geht nicht um die Digitalisierung des Analogen", erklärt die Referentin der Keynote, Prof. Dr. Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn. In Ihrem Vortrag schlug die Expertin für Schulpädagogik einen Bogen über die aktuellen Entwicklungen von Digitalisierungsprozessen in Schulen sowie die damit verbundenen Herausforderungen und Perspektiven. In Anlehnung an die Landesvorgaben, die sich in dem Ende 2017 veröffentlichten Medienkompetenzrahmen manifestieren, zeigte Eickelmann, wie sich der Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht (fachspezifisch) umsetzen lässt. Insbesondere die fachdidaktische Integration sei ein Feld, auf dem noch vieles passieren müsse, so Eickelmann. Nicht allein die technischen Rahmenbedingungen seien entscheidend, sondern auch ein strukturell greifendes Medienkonzept der Schule sowie eine moderne Lernkultur und kompetentes Lehrpersonal. Damit rückte sie die Rolle der Pädagogik deutlich in den Vordergrund und unterstreicht damit die Rolle der Technik als ein Mittel, das das Lernen unterstützt.

Wie solch ein Vorhaben in der Praxis aussehen kann, konnten die Teilnehmenden der Veranstaltung in neun Workshops und Austauschforen selbst erfahren. In unterschiedlichen Beispielen aus der Schulpraxis wurde gezeigt, wie digitale Medien bereits erfolgreich im Unterricht eingesetzt werden. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler leiteten die Workshops an, in denen sie Themen wie "Flipped Classroom", "Tablets in Schüler- und Lehrerhand", "Modellieren und Programmieren" oder den Einsatz von APPs behandelten. Ein Austauschforum richtete sich darüber hinaus speziell an Schulträger und Kommunen.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion, an der Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen und ein Elternvertreter teilgenommen haben. Sie berichteten von ihren bisherigen Erfahrungen mit digitalen Medien in der Schule, aber äußerten zugleich ihre Wünsche für die Zukunft. Hierbei konzentrierten sich die Aussagen der Schülerinnen und Schüler auf technische Aspekte, während Schulleiter Martin Fugmann betonte, Digitalisierung im Unterricht sei "eine Frage der Haltung".

Dass die technische Ausstattung an Schulen eine zentrale Rolle zu spielen scheint, zeigte sich auch in den "Mentimeter"-Umfragen zu Beginn und zum Ausklang der Veranstaltung. Mit Hilfe des Onlinetools gelang es, die Vorstellungen der Teilnehmenden zu einem guten, durch digitale Medien gestützten Unterricht einzufangen sowie abschließend ihre Wünsche an das Projekt zu erfassen. Zur Frage des guten Unterrichts dominierten die Begriffe "Ausstattung" und "individuelle Förderung". Die Wünsche an das Projekt konzentrierten sich auf "Fortbildungen" und "Ausstattung". Anknüpfen möchte das Projekt vor allem an dem Punkt Fortbildung und Unterstützung, wie der Geschäftsführer des Zentrums für digitale Bildung, Christian Ebel, in dem finalen Statement zur Veranstaltung betonte.

 

Digitale Bildung als neues Arbeitsfeld im Regionalen Bildungsbüro Kreis Gütersloh etabliert

Foto: © Kreis Gütersloh
Logo: © Kreis Gütersloh/ZdB

Im Rahmen der gemeinsamen Sitzung des Lenkungskreises und des Leitungsteams am 19. Januar 2018 haben die verantwortlichen Vertreter der Bildungslandschaft Kreis Gütersloh beschlossen, das Arbeitsfeld "Digitale Bildung" in das Handlungsfeld "Schul- und Unterrichtsentwicklung" neu aufzunehmen.

Als Hintergrund dieser Handlungsfelderweiterung ist insbesondere die digitale Entwicklung zu sehen, die die Gesellschaft in fast allen Lebensbereichen beeinflusst und das Lehren und Lernen grundlegend verändern könnte. Das Bildungsbüro möchte die damit verbundenen Herausforderungen und Aufgaben der beteiligten Akteure begleiten und unterstützen.

Ein Großteil der Ressource für diese Handlungsfelderweiterung geht dabei in das Kooperationsprojekt der Bertelsmann Stiftung, der Reinhard Mohn Stiftung und des Bildungsbüros  "Schule und digitale Bildung - Ein gemeinsames Projekt zur Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Bildungsregion Kreis Gütersloh". Es ist auf fünf Jahre angelegt und an die Gremienstruktur der Bildungsregion Kreis Gütersloh angebunden.

Das Projekt möchte die 122 Schulen und ihre Träger im Kreis Gütersloh dabei unterstützen, ihre Schulentwicklung im Bereich des digitalen Lernens weiterzuentwickeln, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern und die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen in einer zunehmend digital geprägten Lebens- und Arbeitswelt zu gewährleisten.

Weitere Informationen zu diesem Projekt sind auf der Hompage des Zentrums für Schule und digitale Bildung unter dem Link: www.digitale-schule-gt.de zu finden.


Ansprechpartner:

Norbert Kreutzmann, Leiter des Bildungsbüros
Bildungsbüro des Kreises Gütesloh
Herzebrocker Str. 140
33334 Gütersloh

Tel: 05241/85-1528
e-mail: n.kreutzmann@kreis-guetersloh.de